Non-entry for insufficiently reasoned unemployment insurance appeal

8C_218/2011Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung11.05.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The cantonal unemployment fund challenged a St. Gallen insurance court judgment in a short-time work unemployment insurance dispute. The Federal Supreme Court held that the appeal, although formally directed against the cantonal judgment, did not contain a sufficient reasoning showing how that judgment violated federal law. The cited provisions only described the conditions for reduced working time in flexible working-time systems and did not address the alleged lack of controllability. Because the reasoning defect was manifest, the Court applied the simplified procedure and did not enter into the appeal. Costs of CHF 300 were charged to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 95 f. BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG: an appeal is inadmissible if it does not, in a concentrated form, set out how the challenged decision infringes federal law. Merely invoking federal provisions or case law is insufficient where the submission leaves open which concrete legal norm was violated by the cantonal court. If the reasoning defect is evident, the Federal Supreme Court may refuse to enter in simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Pursuant to Art. 66 Abs. 1 and 3 BGG, costs follow the outcome.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_218/2011

Urteil vom 11. Mai 2011
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Grünvogel.

Verfahrensbeteiligte
Kantonale Arbeitslosenkasse St. Gallen, Davidstrasse 21, 9000 St. Gallen,
Beschwerdeführerin,

gegen

V.________ AG,
vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Bachmann,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen
vom 2. Februar 2011.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 15. März 2011 gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Februar 2011,

in Erwägung,
dass das Rechtsmittel als Bundesgerichtsbeschwerde bezeichnet ist, damit aber die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 82 ff. BGG gemeint sein muss,
dass die Parteien in diesem Verfahren anders als in der Eingabe bezeichnet, weder als Kläger, noch als Beklagte, sondern als Beschwerdeführer und Beschwerdegegner auftreten,
dass der Antrag auf Gutheissung der Einspracheverfügung vom 5. Januar 2010 unter Aufhebung des Entscheides des kantonalen Versicherungsgerichts lautet,
dass damit die Einlegerin lediglich die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids vom 2. Februar 2011 gemeint haben kann, da mit dessen Aufhebung der das verwaltungsinterne Verfahren abschliessende Einspracheentscheid vom 5. Januar 2010 bestehen bliebe,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt konkret Recht verletzt, ansonsten darauf nicht einzutreten ist; Art. 95 f. BGG nennt die dafür zulässigen Rügegründe,
dass in der Beschwerdeschrift zwar Bundesrechtsbestimmungen angerufen sind,
dass indessen nicht dargelegt ist, inwiefern das kantonale Gericht (Bundes-)Recht verletzt haben soll, zumal die angerufenen Art. 31 Abs. 1 lit. b AVIG (anrechenbarer Arbeitsausfall als Anspruchsvoraussetzung auf Kurzarbeitsentschädigung) und Art. 46 Abs. 2 AVIV (nähere Definition der normalen und verkürzten Arbeitszeit bei flexiblen Arbeitszeitsystemen), wie auch der ebenfalls erwähnte BGE 130 V 309 lediglich näher umschreiben, wann eine Arbeitszeit in einem flexiblen Arbeitszeitsystem als verkürzt gilt; für die von der Beschwerdeführerin beanstandete fehlende Kontrollierbarkeit des Arbeitszeitausfalls nennt sie keine Bestimmung gegen welche der angefochtene Entscheid konkret verstossen haben könnte,
dass dieser Begründungsmangel offensichtlich ist, weshalb das vereinfachte Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG zur Anwendung gelangt,
dass die Beschwerdeführerin nach Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG ausgangsgemäss kostenpflichtig wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen und dem Staatssekretariat für Wirtschaft schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 11. Mai 2011
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Grünvogel

Schlagwörter

unemployment insuranceshort-time workadmissibilityreasoning requirementnon-entrysimplified procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the Federal Supreme Court's reasoning requirements

Extrahierter Entscheid

No. The appeal did not explain in a concrete manner how the cantonal decision violated federal law, so the Court could not enter into it.

Extrahierte Begründung

Although federal provisions and case law were cited, the appellant failed to show which specific legal norm the cantonal court allegedly violated regarding controllability of work loss. The defect was manifest, justifying non-entry in simplified procedure.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant according to the outcome.

Extrahierte Begründung

Under the general cost rule, the losing party bears the costs.

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