Non-entry for insufficiently reasoned social insurance appeal

8C_168/2012Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung02.03.2012Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the insured person's complaint against a Federal Administrative Court non-entry decision was inadmissible because it failed to satisfy the requirements of Art. 42 BGG. The filing did not address the procedural dismissal or explain why the lower court should have entered into the case, but instead dealt only with the merits. The Court therefore issued a summary non-entry decision under Art. 108(1)(b) BGG and waived court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; non-entry for insufficient reasoning of an appeal against a non-entry decision. A remedy must contain a request and a concise, issue-specific reasoning showing how the challenged decision violates federal law; in particular, an appeal against a lower court non-entry decision must attack the procedural refusal to hear the case. A submission limited to the substantive merits is not case-related and does not constitute a legally sufficient appeal. Where the lack of compliance is manifest, summary non-entry under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG is permissible (consid. 1). Costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_168/2012

Urteil vom 2. März 2012
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
C.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland, avenue Edmond-Vaucher 18, 1203 Genf,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 9. Januar 2012.

Nach Einsicht
in die Beschwerde der C.________ vom 10. Februar 2012 (Datum des Poststempels) gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung III, vom 9. Januar 2012, mit welchem auf die Beschwerde der Versicherten nicht eingetreten wurde, wobei das Gericht ein (implizites) Gesuch um Fristwiederherstellung abwies,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG); die Vorbringen müssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (vgl. BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452; 123 V 335 E. 1 S. 337 f. mit weiteren Hinweisen),
dass nach der Rechtsprechung eine Beschwerdeschrift, welche sich bei der Anfechtung von vorinstanzlichen Nichteintretensentscheiden lediglich mit der materiellen Seite des Falles auseinandersetzt, keine sachbezogene Begründung aufweist und damit keine rechtsgenügliche Beschwerde darstellt (vgl. BGE 123 V 335; 118 Ib 134; ARV 2002 Nr. 7 S. 61 E. 2; RKUV 1998 Nr. U 299 S. 337),
dass die Eingabe vom 10. Februar 2012 den genannten Anforderungen mit Bezug auf ein rechtsgenügliches Begehren sowie eine sachbezogene Begründung offensichtlich nicht gerecht wird, wobei sich die Beschwerdeführerin namentlich nicht in hinreichender Weise mit der prozessualen Erledigung durch die Vorinstanz auseinandersetzt und insbesondere nicht darlegt, weshalb das erstinstanzliche Gericht auf das Rechtsmittel hätte eintreten müssen und demzufolge der vorinstanzliche Nichteintretensentscheid bzw. die Abweisung des Fristwiederherstellungsgesuchs zu Unrecht ergangen sein sollte,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung III, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 2. März 2012
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Batz

Schlagwörter

inadmissibilityreasoned appealnon-entry decisiondeadline restorationsummary procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the requirements of Art. 42 BGG for a reasoned request and issue-focused argumentation.

Extrahierter Entscheid

The appeal did not contain a legally sufficient request or a case-specific reasoning addressing the non-entry ruling.

Extrahierte Begründung

An appeal against a non-entry decision must challenge that procedural dismissal itself; arguing only the merits is not enough. The submission failed to explain why the lower court had to hear the case or why the refusal to restore the deadline was unlawful.

Kernrechtsfrage

Whether simplified non-entry under Art. 108(1)(b) BGG was justified.

Extrahierter Entscheid

Yes, because the appeal was manifestly non-compliant with Art. 42 BGG.

Extrahierte Begründung

Given the obvious lack of a sufficient appeal basis, the presiding judge could dispose of the matter summarily.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be levied.

Extrahierter Entscheid

No court costs were charged.

Extrahierte Begründung

The court exercised its discretion under Art. 66(1) second sentence BGG to waive costs.

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