Imputed rental value counted in supplementary benefits

8C_143/2007Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung02.08.2007Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant challenged the calculation of supplementary benefits, arguing that the imputed rental value of her owner-occupied home should not be counted as income. The cantonal compensation office had granted benefits while including an annual rental value of CHF 15,960, and the cantonal court upheld that decision. The Federal Court, deciding in simplified procedure, held that the applicable law requires income from immovable property to be taken into account and that the rental value is determined under cantonal direct-tax rules. As no legal error was shown, the appeal was dismissed and costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 3c Abs. 1 lit. b ELG; Art. 12 Abs. 1 ELV; imputed rental value as income in supplementary-benefit calculation. Income from immovable property includes the rental value of owner-occupied housing; for its determination, the principles of the cantonal law on direct taxation in the canton of residence are decisive. Where the ownership of the dwelling is undisputed, the inclusion of the rental value in assessable income does not violate federal supplementary-benefit law. The Federal Court reviews the cantonal factual findings only within the limits of Art. 105 Abs. 1 and 2 BGG and will not engage in further review absent substantiated error. An appeal that raises no cognizable legal violation is manifestly unfounded and may be decided in the simplified procedure under Art. 109 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_143/2007

Urteil vom 2. August 2007
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Widmer, präsidierendes Mitglied,
Bundesrichter Schön, Bundesrichterin Leuzinger,
Gerichtsschreiberin Durizzo.

Parteien
J.________, Beschwerdeführerin,

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Leistungen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Ergänzungsleistung zur AHV/IV,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. März 2007.

In Erwägung,
dass die Ausgleichskasse des Kantons Bern J.________, geboren 1938, mit Verfügung vom 2. März 2006 und Einspracheentscheid vom 16. Mai 2006 für die Monate Juli bis Dezember 2005 eine Ergänzungsleistung von Fr. 462.- und ab Januar 2006 eine solche von Fr. 497.- pro Monat zugesprochen hat, jeweils unter Berücksichtigung eines Eigenmietwerts von Fr. 15'960.- pro Jahr bei den anrechenbaren Einnahmen,
dass das Verwaltungsgericht des Kantons Bern die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 14. März 2007 abgewiesen hat,
dass J.________ Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führt mit dem sinngemässen Antrag, es sei ihr eine höhere Ergänzungsleistung ohne Anrechnung des Eigenmietwerts zuzusprechen,
dass die Ausgleichskasse auf Abweisung der Beschwerde schliesst, während das Bundesamt für Sozialversicherungen auf eine Vernehmlassung verzichtet,
dass die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) wegen Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG erhoben werden kann,
dass das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde legt, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder ergänzen kann, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG),
dass das kantonale Gericht die gesetzlichen Bestimmungen über den Anspruch auf Ergänzungsleistungen (Art. 2 Abs. 1 und Art. 3a Abs. 1 ELG) zutreffend dargelegt hat,
dass gemäss Art. 3c Abs. 1 lit. b ELG auch Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen als Einnahmen anzurechnen sind,
dass nach Art. 12 Abs. 1 ELV für die Bemessung des Mietwertes der vom Eigentümer bewohnten Wohnung die Grundsätze der Gesetzgebung über die direkte kantonale Steuer im Wohnsitzkanton massgebend sind,
dass das Wohneigentum von J.________ unbestritten ist, wenn auch die Finanzierung teilweise mittels Darlehen der Tochter erfolgte,
dass keine Verletzung der dargelegten gesetzlichen Bestimmungen geltend gemacht wird,
dass kein Raum für eine weitergehende Überprüfung des angefochtenen Entscheides besteht,
dass die Beschwerde daher offensichtlich unbegründet ist und im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG erledigt wird,

erkennt das Bundesgericht:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen zugestellt.
Luzern, 2. August 2007
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Schlagwörter

supplementary benefitsimputed rental valueowner-occupied housingincome calculationcantonal tax lawsimplified procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the imputed rental value of the appellant's owner-occupied property had to be counted as income for supplementary benefits.

Extrahierter Entscheid

Yes. The rental value of owner-occupied housing is to be included in assessable income, and no violation of the relevant provisions was shown.

Extrahierte Begründung

The Federal Court found the complaint unfounded because the property ownership was undisputed and Art. 3c Abs. 1 lit. b ELG allows income from immovable property to be considered; under Art. 12 Abs. 1 ELV, the rental value is determined according to cantonal direct tax law.

Kernrechtsfrage

Whether the cantonal judgment could be further reviewed beyond the established facts.

Extrahierter Entscheid

No. The Court was bound by the factual findings of the cantonal court unless they were manifestly incorrect or based on legal error, which was not demonstrated.

Extrahierte Begründung

Under Art. 105 Abs. 1 and 2 BGG, the Federal Court relied on the lower court's findings and saw no basis for further review.

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