Non-entry due to insufficient reasoning in unemployment insurance complaint

8C_129/2010Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung04.03.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Court declared inadmissible a complaint in unemployment insurance proceedings because the appellant did not meet the pleading requirements under the Federal Supreme Court Act. The submission failed to engage with the decisive reasoning of the cantonal non-entry decision and merely repeated that he had not been sufficiently involved in fact-finding. Despite a prior warning from the Court that the defects could only be cured within the appeal period, the filing was not improved. The appellant was ordered to pay court costs of CHF 200.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG; requirements of a federal complaint and duty to challenge the decisive reasoning in a case-specific manner. A complaint must set out requests and reasons in concise form and explain how the challenged decision violates law; it must address the considerations decisive for the outcome. General criticism or mere repetition of factual complaints is insufficient. For alleged fundamental-rights violations, a specific and reasoned grievance is required. If a deficient filing is not cured within the appeal period despite a warning, non-entry follows in simplified proceedings under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Costs are governed by Art. 66 Abs. 1 and 3 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_129/2010

Urteil vom 4. März 2010
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Grünvogel.

Verfahrensbeteiligte
Z.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Arbeitsamt des Kantons Schaffhausen, Mühlentalstrasse 105, 8200 Schaffhausen,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Beschluss des
Obergerichts des Kantons Schaffhausen vom 30. Dezember 2009.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 4. Februar 2010 (Poststempel) gegen den Nichteintretensbeschluss des Obergerichts des Kantons Schaffhausen vom 30. Dezember 2009 und die Eingabe vom 16. Februar 2010 (Poststempel),
in das Schreiben des Bundesgerichts vom 17. Februar 2010 an Z.________, wonach die Beschwerde die gesetzlichen Formerfordernisse hinsichtlich Antrag und Begründung nicht zu erfüllen scheine und eine Verbesserung nur innert der Beschwerdefrist möglich sei, sodann die Verfahren vor dem Bundesgericht regelmässig kostenpflichtig seien,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die Begründung sachbezogen sein muss, d.h. sich mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids, die für dessen Ergebnis ausschlaggebend sind, auseinanderzusetzen hat,
dass das Bundesgericht überdies gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG die Verletzung von Grundrechten nur insoweit prüfen kann, als eine solche Rüge in der Beschwerde vorgebracht und begründet worden ist, worauf das Bundesgericht den Beschwerdeführer bereits im Urteil 6B_197/2007 vom 1. Juni 2007 hingewiesen hat,
dass das Obergericht auf die Eingabe des Beschwerdeführers, soweit als Aufsichtsanzeige gedacht, mit der Begründung nicht eintrat, es habe als Rechtsmittelinstanz keine aufsichtsrechtliche Funktion,
dass das Obergericht auf die Eingabe, soweit gegen die Verfügung des kantonalen Arbeitsamtes vom 1. Oktober 2009 gerichtet, nicht eintrat, weil die Verfügung bereits unangefochten in Rechtskraft erwachsen war; der Versicherte es mithin unterlassen hatte, gegen diese Verfügung zunächst Einsprache zu erheben,
dass der Beschwerdeführer letztinstanzlich - soweit überhaupt sachbezogen - lediglich bemängelt, nicht hinreichend in die Sachverhaltsabklärungen der Vorinstanz einbezogen worden zu sein, ohne indessen aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz mit den vorgenommenen Abklärungen gegen Recht verstossen haben könnte,
dass dergestalt die, trotz entsprechendem Hinweis des Bundesgerichts auf die Verbesserungsmöglichkeit innert noch laufender Beschwerdefrist, nicht überarbeitete Eingabe vom 4. Februar 2010 den oben aufgezeigten Begründungsanforderungen offensichtlich nicht genügt,
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde ohne mündliche Anhörung des Beschwerdeführers nicht einzutreten ist und dieser nach Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG kostenpflichtig wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 200.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Schaffhausen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 4. März 2010

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Grünvogel

Schlagwörter

formal requirementsreasoned appealnon-entrysocial insurancecourt costsfundamental rights

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the complaint met the Federal Court's formal pleading and reasoning requirements.

Extrahierter Entscheid

The pleading did not satisfy the statutory requirements because it failed to address the decisive reasoning of the cantonal judgment in a case-specific manner.

Extrahierte Begründung

A federal complaint must contain requests and reasons and must explain succinctly how the challenged act violates law; the arguments must engage with the essential reasoning of the decision. The appellant's submission merely complained about not being sufficiently involved in fact-finding and did not show any legal error.

Kernrechtsfrage

Whether the complaint could be considered despite the prior warning and opportunity to cure defects.

Extrahierter Entscheid

No; the filing was not revised within the appeal period and remained manifestly insufficient.

Extrahierte Begründung

The Court had already indicated the defects and the possibility of amendment within the still-running time limit, but the complaint was not corrected.

Kernrechtsfrage

Costs of the federal proceedings.

Extrahierter Entscheid

The appellant had to bear court costs.

Extrahierte Begründung

Because the complaint was not admitted in simplified proceedings, the losing party was ordered to pay costs under the Federal Supreme Court Act.

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