IV pension appeal dismissed; no further medical assessment

8C_118/2007Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung11.09.2007Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dismissed the disability-insurance appeal of V.________ against the Lucerne cantonal judgment. It held that the established medical facts were binding, the new medical reports filed in the federal appeal could not be considered, and no further medical or vocational investigations were required. The 15% wage deduction used to calculate invalid income was not an abuse of discretion. The case was decided in simplified procedure under Article 109 BGG, and court costs of CHF 500 were charged to the appellant and offset against the cost advance.

Omnilex-Regeste

Art. 105 BGG, Art. 95 BGG, Art. 109 BGG; binding effect of cantonal fact-finding and limits on review in disability-insurance appeals. The Federal Supreme Court is bound by the facts established by the previous instance unless they are manifestly inaccurate or based on a legal error; new medical documents submitted for the first time at federal level are inadmissible as a rule (consid. 2). A progress report confirming an unchanged diagnosis and stable health precludes further medical clarification. Vocational clarification cannot be ordered absent a reviewable object of appeal. The assessment of a deduction from the statistical wage is a discretionary determination reviewable only for legal error.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_118/2007

Urteil vom 11. September 2007
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Leuzinger, Bundesrichter Frésard,
Gerichtsschreiberin Durizzo.

Parteien
V.________, 1953, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roland Ilg, Rämistrasse 5, 8001 Zürich,

gegen

IV-Stelle Luzern, Landenbergstrasse 35, 6005 Luzern, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 19. Februar 2007.

In Erwägung,
dass die IV-Stelle Luzern V.________, geboren 1953, mit Verfügung vom 16. Juni 2004 und Einspracheentscheid vom 3. Januar 2006 ab 1. Mai 2001 eine halbe Invalidenrente zugesprochen hat,
dass das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 19. Februar 2007 abgewiesen hat,
dass V.________ Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führt mit dem Antrag, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei ihr eine ganze oder eine Dreiviertelsrente zuzusprechen, eventualiter sei die Sache zu ergänzenden medizinischen und beruflichen Abklärungen zurückzuweisen und ein psychiatrisches Obergutachten einzuholen,
dass das Bundesgericht das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mit Beschluss vom 16. Juli 2007 abgewiesen hat,
dass die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) wegen Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG erhoben werden kann,
dass das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde legt, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder ergänzen kann, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG),
dass das kantonale Gericht die zur Beurteilung des Anspruchs auf eine Invalidenrente erforderlichen Rechtsgrundlagen zutreffend dargelegt hat,
dass zufolge Bindung des Bundesgerichts an die vorinstanzliche Feststellung des Gesundheitsschadens (vgl. BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 398) die letztinstanzlich eingereichten neuen Arztberichte nicht zu berücksichtigen sind,
dass eine offensichtliche Unrichtigkeit dieses Sachverhalts nicht dargetan und der Vorwurf, die IV-Stelle habe sich auf veraltete medizinische Gutachten der Dres. S.________ und M.________ aus den Jahren 2002 und 2003 (recte: 15. Mai 2003 und 10. März 2004) gestützt, unberechtigt ist,
dass die IV-Stelle vor Erlass des Einspracheentscheids einen Verlaufsbericht des behandelnden Arztes Dr. med. G.________ vom 24. Oktober 2005 eingeholt hat, wonach bezüglich der Diagnosen keine Änderung eingetreten und der Gesundheitszustand stationär geblieben ist,
dass daher keine weiteren medizinischen Abklärungen zu treffen sind,
dass es hinsichtlich der im Eventualantrag anbegehrten beruflichen Abklärungen an einem beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand fehlt,
dass für die Festsetzung des Invalideneinkommens rechtsprechungsgemäss Tabellenlöhne heranzuziehen sind, wenn die versicherte Person - wie vorliegend - nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475),
dass die Ermittlung der Vergleichseinkommen im Einzelnen nicht bemängelt wird,
dass die Beschwerdeführerin schliesslich einen höheren als den gewährten Abzug vom Tabellenlohn beantragt, es sich dabei jedoch um einen typischen Ermessensentscheid handelt, welcher einer Korrektur nur bei rechtsfehlerhafter Ausübung des Ermessens durch das kantonale Gericht zugänglich wäre (Art. 95 lit. a BGG), wofür bei der gewährten 15 %igen Reduktion (anstelle der verlangten 25 %) indessen keine Anhaltspunkte bestehen,
dass die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist und im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG, ohne Durchführung des Schriftenwechsels, mit summarischer Begründung und unter Verweis auf den vorinstanzlichen Entscheid, erledigt wird,

erkennt das Bundesgericht:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Abgaberechtliche Abteilung, der Ausgleichskasse der Migros-Betriebe, Zürich, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen zugestellt.
Luzern, 11. September 2007
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:
i.V.

Schlagwörter

disability insuranceinvalidity pensionmedical evidencetable wagediscretionary reviewsimplified procedurecosts

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the claimant was entitled to a full or three-quarter disability pension instead of a half pension

Extrahierter Entscheid

The challenged pension assessment was upheld; the claimant did not show grounds for a higher pension.

Extrahierte Begründung

The Federal Supreme Court was bound by the cantonal findings on health impairment; the new medical reports filed at last instance could not be considered. No obvious inaccuracy in the established facts was shown, and the medical record did not require further clarification.

Kernrechtsfrage

Whether the case had to be remitted for additional medical and vocational investigations, including a psychiatric expert opinion

Extrahierter Entscheid

No further medical investigations were necessary, and the request for vocational clarification was not a reviewable subject on appeal.

Extrahierte Begründung

A recent progress report from the treating physician confirmed no change in diagnosis and a stable condition. As to vocational assessments, there was no appealable contested object.

Kernrechtsfrage

Whether the deduction from the notional table wage was unlawfully too low

Extrahierter Entscheid

The 15% deduction from the table wage was not an erroneous exercise of discretion.

Extrahierte Begründung

The challenged wage deduction is a discretionary determination reviewable only for legal error; no indication of such error existed compared with the requested 25% deduction.

Kernrechtsfrage

Whether the appeal was manifestly unfounded and could be decided in simplified procedure without exchange of submissions

Extrahierter Entscheid

The appeal was disposed of in simplified procedure under Article 109 BGG without a written exchange of submissions.

Extrahierte Begründung

The appeal was manifestly unfounded, so the Court decided it summarily and with reference to the cantonal judgment.

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