Non-entry due to insufficient reasoning in social insurance appeal

8C_1038/2010Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung26.01.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the appellant's appeal against the Zurich Social Insurance Court judgment did not meet the minimum reasoning requirements of Art. 42 BGG. The filing failed to explain in a sufficiently substantiated manner how the cantonal court had violated federal law or wrongly established the facts, in particular regarding evidence assessment and income comparison. The Court therefore did not enter into the appeal in simplified proceedings, waived court costs, and declared the request for free legal aid moot.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 95 f. und Art. 97 Abs. 1 BGG; ungenügende Begründung einer Beschwerde führt zum Nichteintreten im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, wenn die Eingabe nicht in gedrängter Form aufzeigt, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt bzw. den Sachverhalt qualifiziert unrichtig festgestellt haben soll. Eine Nachfrist zur Verbesserung ist bei offensichtlich ungenügender Begründung nicht anzusetzen. Unter den gegebenen Umständen kann von der Erhebung von Gerichtskosten abgesehen werden; ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird dadurch gegenstandslos (vgl. E. 2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_1038/2010

Urteil vom 26. Januar 2011
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
L.________,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich,
Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 31. Oktober 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des L.________ vom 16. Dezember 2010 (Datum des Poststempels) gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 31. Oktober 2010 und das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die Beschwerde vom 16. Dezember 2010 diesen Mindestanforderungen nicht genügt, da namentlich in der Begründung nicht in hinreichend substanziierter Weise dargelegt wird, inwiefern das kantonale Gericht mit seinen Erwägungen (insbesondere mit der in E. 3-5 [S. 7 ff.] vorgenommenen Beweiswürdigung sowie dem Einkommensvergleich) im Sinne von Art. 95 f. BGG Recht verletzt bzw. - soweit überhaupt beanstandet - den Sachverhalt gemäss Art. 97 Abs. 1 BGG qualifiziert unrichtig oder als auf einer Rechtsverletzung beruhend festgestellt haben sollte,
dass deshalb - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244) - im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG), womit das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung gegenstandslos wird,
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 26. Januar 2011

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Schlagwörter

social insuranceappeal admissibilityreasoning requirementnon-entryincome comparisonevidence assessmentcourt costsfree legal aid

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the formal reasoning requirements of Art. 42 BGG.

Extrahierter Entscheid

The appeal did not satisfy the minimum reasoning requirements because it failed to explain sufficiently how the cantonal judgment violated federal law or incorrectly established the facts.

Extrahierte Begründung

The filing did not address in a sufficiently substantiated way the cantonal court's reasoning, especially its assessment of evidence and income comparison, as required by Art. 42 BGG and Art. 95 f. BGG.

Kernrechtsfrage

Whether the court should grant a grace period to cure the defect and allow court costs to be waived.

Extrahierter Entscheid

No grace period was granted; the court also waived court costs, rendering the request for free legal aid moot.

Extrahierte Begründung

Because the appeal was manifestly insufficiently reasoned, the court proceeded under the simplified procedure of Art. 108(1)(b) BGG without setting a cure period. Given the circumstances, it refrained from charging court costs under Art. 66(1) sentence 2 BGG.

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