Non-entry for insufficiently reasoned appeal in unemployment insurance case

8C_1035/2010Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung26.01.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant challenged a cantonal unemployment insurance judgment, but his federal appeal did not meet the minimum reasoning requirements. The Federal Supreme Court held that he failed to engage with the decisive grounds of the cantonal decision, particularly the calculation of training periods and the denial of exemption from the contribution period. The Court therefore, in simplified procedure and without granting a curing deadline, did not enter into the appeal and charged court costs of CHF 300 to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; insufficient reasoning of a federal appeal. An appeal must contain specific requests and, in a concise but issue-focused manner, address the considerations decisive for the challenged decision and show where and how it allegedly violates federal law. Merely appellatory criticism is inadmissible. If these minimum requirements are not met, the Federal Supreme Court may decline to enter into the matter in summary procedure without setting a correction period (consid. 2). Costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_1035/2010

Urteil vom 26. Januar 2011
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
L.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich,
Brunngasse 6, 8400 Winterthur,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 12. November 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des L.________ vom 15. Dezember 2010 (Datum des Poststempels) gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 12. November 2010,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG); die Begründung muss sachbezogen sein, damit aus ihr ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452; 123 V 335 E. 1 S. 337 f. mit Hinweisen); dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen auseinandersetzt (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f. mit weiteren Hinweisen),
dass die Beschwerde des Versicherten vom 15. Dezember 2010 diesen Mindestanforderungen nicht genügt, da namentlich in der Begründung nicht in hinreichend substanziierter Weise dargelegt wird, inwiefern das kantonale Gericht mit seinen Erwägungen (insbesondere mit der in E. 2 und 3 [S. 3 ff.] vorgenommenen Berechnung des Umfangs der Weiterbildungen und der damit nicht gegebenen Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit) im Sinne von Art. 95 f. BGG Recht verletzt bzw. - soweit überhaupt beanstandet - den Sachverhalt gemäss Art. 97 Abs. 1 BGG qualifiziert unrichtig oder als auf einer Rechtsverletzung beruhend festgestellt haben sollte; die in weiten Teilen appellatorische Kritik darstellenden Ausführungen genügen nicht (vgl. auch Laurent Merz, in: Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 53 und 57 zu Art. 42 BGG und dortige Hinweise),
dass demnach - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann,
dass dem Verfahrensausgang entsprechend die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG),
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, dem Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich und dem Staatssekretariat für Wirtschaft schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 26. Januar 2011
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Schlagwörter

admissibilityreasoning requirementsappellate reviewcontribution periodunemployment insurancecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the minimum reasoning requirements of Art. 42 BGG.

Extrahierter Entscheid

The appeal did not meet the statutory reasoning requirements because it failed to engage substantively with the decisive findings of the cantonal judgment and remained largely appellatory.

Extrahierte Begründung

A federal appeal must state requests and reasons and show, in a focused manner, how the challenged decision violates the law. The appellant did not specifically address the cantonal court's decisive considerations, especially the calculation of training periods and the resulting denial of exemption from the contribution period.

Kernrechtsfrage

Whether the Court should grant a grace period to cure the defective appeal.

Extrahierter Entscheid

No grace period was granted; the case was dealt with under the simplified procedure and the appeal was not entered upon.

Extrahierte Begründung

Because the deficiency was clear, the Court could decide without setting a time limit for correction under the simplified procedure.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs.

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant.

Extrahierte Begründung

The costs follow the outcome of the proceedings.

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