Non-entry for insufficiently reasoned constitutional complaint

8C_1008/2010Bundesgericht / IV. öffentlich-rechtliche Abteilung22.12.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

K. appealed to the Federal Court against an Appellationsgericht Basel-Stadt order concerning suspensive effect in a social assistance dispute. The Federal Court held that, because the challenged ruling concerned an interim measure, only constitutional rights could be invoked. The complaint did not substantiate any constitutional violation, so the simplified procedure applied and the court did not enter into the appeal. The request for free legal aid was refused because the appeal lacked prospects of success. No court costs were imposed.

Omnilex-Regeste

Art. 98 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG; complaint against an interim measure or order on suspensive effect is admissible only insofar as constitutional rights are alleged and specifically substantiated. The Federal Court examines such grievances only when clearly raised and reasoned; a merely abstract or unsubstantiated attack leads to non-entry under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. A request for free legal aid under Art. 64 BGG is to be rejected if the appeal is devoid of prospects of success. Under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG, costs may be waived.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
8C_1008/2010

Urteil vom 22. Dezember 2010
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Grünvogel.

Verfahrensbeteiligte
K.________,
vertreten durch Nicolas Roulet, und dieser substituiert durch Ahmad Sharif,
Beschwerdeführer,

gegen

Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt Basel-Stadt, Rheinsprung 16/18, 4001 Basel,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Sozialhilfe (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen die Verfügung des Appellations-gerichts des Kantons Basel-Stadt vom 17. November 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 7. Dezember 2010 gegen die Verfügung des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 17. November 2010,
in Erwägung,
dass der Präsident des Appellationsgerichts mit der Verfügung vom 17. November 2010 auf ein Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung der am 23. September 2010 eingereichten Beschwerde nicht eingetreten ist,
dass er das Gesuch indessen als Antrag um vorsorgliche Anweisung an die Sozialhilfe des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt Basel-Stadt wertete, während der Prozessdauer Unterstützungsleistungen zu erbringen,
dass gegen Verfügungen über vorsorgliche Massnahmen, worunter auch die über die aufschiebende Wirkung zu zählen ist, nur die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden kann (Art. 98 BGG; BGE 133 III 393 E. 5 S. 396 f.; Urteile 8C_508/2010 vom 28. Juni 2010; 9C_191/2007 vom 8. Mai 2007, publiziert in SVR 2007 IV Nr. 43 S. 143; je mit Hinweisen),
dass das Bundesgericht die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten nur insofern prüft, als eine solche Rüge in der Beschwerde vorgebracht und begründet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG), andernfalls auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88; 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254; 133 IV 286 E. 1.4 S. 287 f.),
dass in der Beschwerde nicht dargelegt wird, dass und inwiefern der angefochtene Entscheid verfassungsmässige Rechte verletzt,
dass demnach die Beschwerde offensichtlich unzureichend begründet ist, womit das vereinfachte Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG zur Anwendung gelangt,
dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG) abzuweisen ist,
dass in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 22. Dezember 2010
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Grünvogel

Schlagwörter

social welfareinterim measuressuspensive effectconstitutional rightsinadmissibilitylegal aidcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the complaint against an interim measure/order on suspensive effect was admissible without alleging constitutional violations.

Extrahierter Entscheid

Only constitutional rights could be invoked against the challenged interim measure, and no such violation was sufficiently alleged or reasoned.

Extrahierte Begründung

Under Art. 98 BGG and Art. 106(2) BGG, review of interim measures is limited to constitutional claims that are specifically raised and substantiated; the filing contained no adequate constitutional reasoning.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant was entitled to free legal aid.

Extrahierter Entscheid

Free legal aid was denied because the complaint had no prospects of success.

Extrahierte Begründung

Since the complaint was manifestly insufficiently reasoned and therefore could not succeed, the request for free legal aid failed under Art. 64 BGG.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged.

Extrahierter Entscheid

No court costs were levied.

Extrahierte Begründung

The court exercised its discretion under Art. 66(1) second sentence BGG to waive costs.

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