Non-entry for unquantified complaint on wage garnishment minimum

7B.7/2002Bundesgericht / II. strafrechtliche Abteilung22.02.2002Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court's Debt Enforcement and Bankruptcy Chamber did not enter into the debtor's complaint against a Bern supervisory decision upholding a wage garnishment of CHF 400 per month. The court held that monetary requests in such a complaint must be stated in a specific amount, and the appellant had not quantified his claims. It also found the remaining criticisms unsubstantiated because he did not explain any violation of federal law, challenge the relevant factual findings, or demonstrate abuse of discretion in the subsistence-minimum calculation.

Omnilex-Regeste

Art. 79 Abs. 1 OG; complaint against a debt-enforcement decision seeking monetary relief must specify the amount claimed; insufficient reasoning and failure to attack factual findings or discretionary assessment lead to non-entry. The Federal Supreme Court requires precise quantification of payment claims in the complaint itself; a request that the court determine the sum is not enough. Moreover, the appellant must substantiate, with reference to the challenged decision, which federal norms were violated and, where discretion is involved, must show misuse or abuse of that discretion (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

[AZA 0/2]
7B.7/2002/bnm

SCHULDBETREIBUNGS- UND KONKURSKAMMER


  1. Februar 2002

Es wirken mit: Bundesrichterin Nordmann, Präsidentin der
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer, Bundesrichterin Escher,
Bundesrichter Meyer und Gerichtsschreiber Levante.


In Sachen
A.________, Beschwerdeführer,

gegen
den Entscheid vom 19. Dezember 2001 der Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen für den Kanton Bern,

betreffend
Lohnpfändung; Existenzminimum,

wird festgestellt und in Erwägung gezogen:

1.- Das Betreibungs- und Konkursamt Z.________ vollzog in der gegen A.________ laufenden Betreibung Nr. x am 24. August 2001 die Pfändung; pfändbare Vermögenswerte waren nicht vorhanden. Am 27. September 2001 verfügte das Betreibungsamt gestützt auf die Existenzminimumsberechnung vom gleichen Tag eine Lohnpfändung von Fr. 400.--/Monat. Gegen diese Verfügung erhob A.________ Beschwerde, welche die Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen für den Kanton Bern mit Entscheid vom 19. Dezember 2001 abwies.

A.________ hat den Entscheid der Aufsichtsbehörde mit Beschwerdeschrift vom 4. Januar 2002 (rechtzeitig) an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts weitergezogen.

Die kantonale Aufsichtsbehörde hat auf Gegenbemerkungen verzichtet. Weitere Vernehmlassungen sind nicht eingeholt worden.

2.- Der Beschwerdeführer verlangt im Wesentlichen, es seien in der Existenzminimumsberechnung krankheitsbedingte Mehrkosten als Zuschlag zum Grundnotbedarf zu berücksichtigen; sodann beantragt er sinngemäss einen höheren als den gewährten Zuschlag von Fr. 80.--/Monat für Fahrten an den Arbeitsplatz mit dem Auto, das als solches (gemäss Pfändungsprotokoll vom 24. August 2001) nicht gepfändet wurde.
In der Beschwerde an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer müssen indessen Rechtsbegehren, die auf einen Geldbetrag lauten, beziffert werden; der Beschwerdeführer kann sich nicht darauf beschränken, das Bundesgericht (sinngemäss) um Festsetzung des verlangten Betrages zu ersuchen. Da der Beschwerdeführer seine Rechtsbegehren nicht beziffert, kann auf seine Beschwerde von vornherein nicht eingetreten werden (Art. 79 Abs. 1 OG; BGE 121 III 390 E. 1). Soweit der Beschwerdeführer der Aufsichtsbehörde im Übrigen vorwirft, bei der Existenzminimumsberechnung kein ärztliches Fachwissen beigezogen zu haben, ist sein Einwand unbehelflich: In der Beschwerdeschrift ist darzulegen, inwiefern Bundesrechtssätze durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind (Art. 79 Abs. 1 OG).
Der Beschwerdeführer legt indessen weder dar, inwiefern die Aufsichtsbehörde den rechtserheblichen Sachverhalt nicht festgestellt habe (Art. 20 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG), noch setzt er auseinander, inwiefern sie das bei der Festsetzung des pfändbaren Einkommens eingeräumte Ermessen missbraucht habe (Art. 93 u. Art. 19 Abs. 1 SchKG). Auf die Beschwerde kann daher nicht eingetreten werden.

Demnach erkennt
die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer:
_________________________________________

1.- Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Betreibungs- und Konkursamt Z.________ und der Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen für den Kanton Bern schriftlich mitgeteilt.

______________
Lausanne, 22. Februar 2002

Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS
Die Präsidentin:

Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

debt enforcementwage garnishmentsubsistence minimumquantification of claimreasoned complaintnon-entry

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal complaint was sufficiently quantified for monetary relief.

Extrahierter Entscheid

The complaint could not be entered into because the requested monetary relief was not specified in an exact amount.

Extrahierte Begründung

In complaints seeking payment-related relief, the requested amount must be stated precisely; a mere request that the court fix the amount is insufficient.

Kernrechtsfrage

Whether the complaint sufficiently alleged errors in the subsistence-minimum calculation and discretion exercised by the supervisory authority.

Extrahierter Entscheid

These objections were inadequately reasoned and therefore could not be examined.

Extrahierte Begründung

The appellant did not show which federal rules were violated, did not challenge the relevant findings of fact, and did not explain any abuse of discretion in determining the attachable income.

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