Non-payment of advance leads to non-entry on appeals

6P.43/2007Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung17.04.2007Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court’s Cassation Division held that the state law complaint and the federal nullity complaint were inadmissible because the appellant had not paid the ordered advance payment of CHF 4,000 by the deadline. The prior Lucerne criminal judgment remained untouched. The appellant was ordered to pay federal court costs of CHF 1,000.

Omnilex-Regeste

Art. 156 Abs. 1 OG; Art. 278 Abs. 1 BStP; non-payment of an ordered advance payment after express warning results in non-entry on the appeal. Where the appellant fails to comply with a duly fixed and threatened cost advance deadline, the Federal Supreme Court refuses to enter into the state law complaint and the federal nullity complaint. The losing party bears the federal costs (consid. 2-3).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6P.43/2007+6S.93/2007 /rom

Urteil vom 17. April 2007
Kassationshof

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Bundesrichter Favre, Zünd,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Zentralstrasse 28, 6002 Luzern,
Obergericht des Kantons Luzern, II. Kammer, Hirschengraben 16, 6002 Luzern.

Gegenstand
Strafverfahren; Willkür,Widerhandlung gegen das Landwirtschaftsgesetz,

Staatsrechtliche Beschwerde und eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Luzern, II. Kammer, vom 28. November 2006.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Das angefochtene Urteil ist vor dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG) am 1. Januar 2007 ergangen. Auf die Rechtsmittel ist daher noch das bisherige Verfahrensrecht anwendbar (Art. 132 Abs. 1 BGG, e contrario), hier somit dasjenige der staatsrechtlichen Beschwerde nach Art. 84 ff. OG und der eidgenössischen Nichtigkeitsbeschwerde nach Art. 268 ff. BStP.
2.
Der Beschwerdeführer wurde mit zwei Verfügungen vom 7. März 2007 aufgefordert, spätestens am 28. März 2007 Kostenvorschüsse von insgesamt Fr. 4'000.-- einzuzahlen, ansonsten auf die Rechtsvorkehr nicht eingetreten werde. Der Kostenvorschuss wurde nicht geleistet. Folglich ist androhungsgemäss auf die Beschwerden nicht einzutreten.
3.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG; Art. 278 Abs. 1 BStP).

Demnach erkennt das Bundesgericht im Verfahren nach Art. 36a OG:
1.
Auf die staatsrechtliche Beschwerde und die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von insgesamt Fr. 1'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern und dem Obergericht des Kantons Luzern, II. Kammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 17. April 2007
Im Namen des Kassationshofes
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

non-entryadvance paymentcourt costsinadmissibilitycriminal procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the state law complaint and federal nullity complaint were admissible despite non-payment of the ordered advance payment.

Extrahierter Entscheid

The appeals were not entered into because the ordered advance payment was not made within the deadline.

Extrahierte Begründung

The appellant was warned that failure to pay the total advance of CHF 4,000 by 28 March 2007 would result in non-entry. As the advance was not paid, the court had to refuse to enter into the appeals.

Kernrechtsfrage

Who bears the federal court costs after non-entry?

Extrahierter Entscheid

The appellant must bear the federal court costs.

Extrahierte Begründung

Since the appellant failed with the appeals, costs were imposed on him under the applicable procedural provisions.

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