Revision inadmissible; no grounds under Arts. 121-123 BGG

6F_2/2010Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung19.01.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court refused to enter into the applicant's request for revision of judgment 6B_456/2009. It held that revision grounds are exhaustively listed in Arts. 121-123 BGG and that the applicant merely criticized the costs fixed in the earlier judgment, which is not a valid revision ground. The court exceptionally waived court costs, making the request for free legal aid moot.

Omnilex-Regeste

Arts. 121-123 BGG; revision of a Federal Supreme Court judgment is admissible only on the exhaustively enumerated statutory grounds. A submission that merely contests the amount of court costs imposed in the challenged judgment does not invoke a revision ground and is therefore inadmissible. Where the court exceptionally refrains from levying costs, a pending request for free legal aid becomes moot (consid. 1-2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6F_2/2010

Urteil vom 19. Januar 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Bundesrichter Wiprächtiger, Bundesrichterin
Jacquemoud-Rossari.
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X._________,
Gesuchsteller,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis, 1950 Sitten 2,
Gesuchsgegnerin.

Gegenstand
Revision eines bundesgerichtlichen Urteils (6B_456/2009).

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bundesgericht wies mit Urteilt 6B_456/2009 vom 8. Oktober 2009 eine Beschwerde des Gesuchstellers ab, soweit darauf einzutreten war. Die Gerichtskosten von Fr. 4'000.-- wurden dem Gesuchsteller auferlegt. Dieser reicht ein Revisionsgesuch ein und stellt das Begehren, die Gerichtskosten seien "nach Art. 65 BGG und vergleichbaren Fällen festzulegen".

Die Gründe, welche zur Revision eines bundesgerichtlichen Urteils führen, sind in den Art. 121, 122 und 123 BGG abschliessend aufgezählt. Einen solchen Grund macht der Gesuchsteller nicht geltend. Was er vorbringt, beschränkt sich auf eine Kritik der im beanstandeten Urteil festgesetzten Gerichtskosten. Eine solche Kritik ist im Rahmen eines Revisionsverfahrens unzulässig.

Auf das Revisionsgesuch ist nicht einzutreten.

2.
Ausnahmsweise kann auf eine Kostenauflage verzichtet werden. Damit ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos geworden.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht des Kantons Wallis, I. Strafrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 19. Januar 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre Monn

Schlagwörter

revisioninadmissibilitycourt costslegal aidcriminal procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the revision request was admissible under Arts. 121-123 BGG.

Extrahierter Entscheid

The request was inadmissible because it alleged only criticism of the costs fixed in the earlier judgment, not a statutory ground for revision.

Extrahierte Begründung

Revision grounds are exhaustively listed in Arts. 121, 122 and 123 BGG. A mere challenge to the amount of court costs is not a permissible revision ground.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be imposed in the revision proceedings.

Extrahierter Entscheid

No court costs were levied exceptionally.

Extrahierte Begründung

The court decided to waive costs exceptionally, which also rendered the legal-aid request moot.

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