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6F_18/2008 ΓÇó Non-entry for failure to pay the advance on costs
6F_18/2008Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung16.01.2009Inadmissible
The Federal Supreme Court held that the filing remained a revision request because the applicant expressly invoked Art. 121 BGG. His later request to reclassify the filing as an interpretation request was rejected. Since he did not pay the advance on costs within the extended deadline, the court did not enter into the revision. Court costs of CHF 1,000 were imposed on the applicant, with the amount reduced in light of his dilatory conduct.
Art. 62 BGG; failure to pay the advance on costs within the time limit prevents entry into a revision proceeding. A filing expressly invoking Art. 121 BGG is to be treated as a revision request; a subsequent request to qualify it as an interpretation request under Art. 129 BGG does not alter the procedural nature of the filing, and such a request is likewise subject to an advance on costs. Where the advance remains unpaid after the grace period, the court shall decline to enter into the matter. When fixing the costs, the court may take into account dilatory conduct under Art. 65 Abs. 2 BGG and impose them on the unsuccessful party pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG.
{T 0/2}
6F_18/2008/sst
Urteil vom 16. Januar 2009
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Bundesrichter Schneider, Wiprächtiger,
Gerichtsschreiber Monn.
Parteien
X.________, Gesuchsteller,
gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau,
Frey-Herosé-Strasse 12, Wielandhaus,
5001 Aarau, Gesuchsgegnerin.
Gegenstand
Revision des Urteils des Bundesgerichts vom 14. Oktober 2008 (6B_703/2008).
Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Der Gesuchsteller wurde mit Verfügung vom 7. November 2008 gestützt auf Art. 62 BGG aufgefordert, dem Bundesgericht spätestens am 28. November 2008 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- einzuzahlen (act. 4). Mit Schreiben vom 21. November beantragte er unter Hinweis auf Art. 66 Abs. 1 BGG, es sei auf Gerichtskosten zu verzichten. Er habe gar kein Revisionsgesuch eingereicht, "sondern ... den ausstehenden Antrag nachgereicht" (act. 5). Das Bundesgericht teilte ihm mit Schreiben vom 25. November 2008 mit, da er sich in seiner Eingabe ausdrücklich auf Art. 121 BGG beziehe, sei zu Recht ein Revisionsdossier eröffnet worden. Das Bundesgericht halte am Kostenvorschuss fest (act. 6). Mit Verfügung vom selben Tag wurde dem Gesuchsteller die gesetzlich vorgeschriebene Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses bis zum 16. Dezember 2008 angesetzt, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde (act. 7). Mit Schreiben vom 2. Dezember 2008 beantragte der Gesuchsteller, sein Gesuch sei in ein Erläuterungsgesuch im Sinne von Art. 129 BGG umzuwandeln (act. 9). Dafür besteht kein Anlass. Abgesehen davon wäre im Falle eines Erläuterungsgesuches ebenfalls ein Kostenvorschuss zu bezahlen. Für den Ausgang der Sache ist deshalb nur entscheidend, dass der Gesuchsteller den Kostenvorschuss innert Frist nicht bezahlt hat. Folglich ist auf das Revisionsgesuch nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten sind dem Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Seiner trölerischen Art der Prozessführung ist bei der Bemessung der Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 3. Kammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 16. Januar 2009
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Favre Monn