Revision request dismissed as inadmissible for inadequate grounds

6F_10/2007Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung03.12.2007Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court considered a new request for revision of its judgment of 10 August 2007. It held that the filing did not address the judgment challenged and did not invoke any revision grounds, so the request could not be entertained. The applicant's request for free legal aid was refused as the application was hopeless. Court costs of CHF 1,000 were imposed on the applicant, taking into account the vexatious conduct of the proceedings.

Regest

Art. 64, 65 Abs. 2, 66 Abs. 1 BGG; revision of a Federal Supreme Court judgment: a revision request is inadmissible when it does not address the judgment challenged and fails to invoke revision grounds. The court may refuse legal aid where the request is manifestly hopeless. In allocating costs, the court may take account of vexatious or dilatory conduct and reduce the fee accordingly.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6F_10/2007

Urteil vom 3. Dezember 2007
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Bundesrichter Favre, Zünd,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Gesuchsteller,

gegen

Staatsanwaltschaft I des Kantons Uri, Marktgasse 6, 6460 Altdorf UR,
Gesuchsgegnerin,
Obergericht des Kantons Uri, Strafrechtliche Abteilung, Rathausplatz 2, 6460 Altdorf UR.

Gegenstand
Revision des Urteils des Bundesgerichts vom 10. August 2007 (6F_6/2007).

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Mit Urteil vom 1. Juni 2007 trat das Bundesgericht auf eine Beschwerde des Gesuchstellers nicht ein, da die Begründungsanforderungen nicht erfüllt waren (6B_110/2007). Auf ein dagegen gerichtetes Revisionsgesuch trat das Bundesgericht mit Urteil vom 10. August 2007 nicht ein, da der Gesuchsteller keine Revisionsgründe geltend gemacht hatte (6F_6/2007). Dagegen richtet sich das neue Revisionsgesuch. Die Begründung des neuen Gesuchs befasst sich indessen nicht mit dem Entscheid vom 10. August 2007. Darauf ist nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten sind dem Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das nachträglich gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der trölerischen Art der Prozessführung des Gesuchstellers ist bei der Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).
3.
Der Gesuchsteller wird darauf aufmerksam gemacht, dass das Bundesgericht weitere Eingaben in dieser Sache ohne förmliche Erledigung zu den Akten legen wird.

Demnach erkennt das Bundesgericht:
1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.
2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Gesuchsteller auferlegt.
4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Uri, Strafrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 3. Dezember 2007
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

revisioninadmissibilitylegal aidcourt costsinsufficient reasoningvexatious litigation