Revision request dismissed as inadmissible

6F_1/2008Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung07.03.2008Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court treated the applicant's filing as a request for revision of its earlier judgment of 17 January 2008. It held that the submission did not identify any revision ground under Articles 121-123 BGG and merely repeated objections to the prior reasoning and allegations of denial of justice. The court therefore did not enter into the revision request. Court costs of CHF 1,000 were imposed on the applicant.

Regest

Art. 121-123 BGG; revision of a Federal Supreme Court judgment: the request is admissible only if the applicant expressly invokes and substantiates a statutory revision ground. Mere criticism of the prior legal reasoning, repetition of earlier arguments, or renewed complaints of denial of justice do not satisfy the requirements of Art. 42 Abs. 2 BGG. Where no revision ground is discernible, the court will not enter into the request; costs are charged to the applicant under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6F_1/2008 /hum

Urteil vom 7. März 2008
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Bundesrichter Zünd, Mathys,
Gerichtsschreiber Willisegger.

Parteien
X.________,
Gesuchsteller,

gegen

Generalprokurator des Kantons Bern, Hochschulstrasse 17, 3012 Bern,
Gesuchsgegner.

Gegenstand
Revision des Urteils des Bundesgerichts vom 17. Januar 2008 (6B_12/2008).

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bundesgericht trat mit Urteil vom 17. Januar 2008 auf eine Beschwerde des Gesuchstellers nicht ein, weil die Vorbringen teils an der Sache vorbeigingen, teils den gesetzlichen Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht entsprachen (6B_12/2008). Dagegen hat der Gesuchsteller mit Eingabe vom 14. Februar 2008 eine "offene Beschwerde" eingereicht, die einzig als Revisionsgesuch entgegengenommen werden kann und muss. Die Revision bundesgerichtlicher Entscheide ist nur aus den in Art. 121 - 123 BGG genannten Gründen möglich. In der Begründung des Revisionsgesuchs ist anzugeben, inwiefern mit dem angefochtenen bundesgerichtlichen Urteil welcher Revisionsgrund gesetzt worden sein soll (Art. 42 Abs. 2 BGG). Der Gesuchsteller legt nicht dar, auf welchen Revisionsgrund er sich beziehen will. Er kritisiert lediglich, die rechtlichen Erwägungen des Bundesgerichts seien unzutreffend, macht (erneut) eine Rechtsverweigerung geltend und verweist dazu auf seine ursprüngliche Beschwerde (Gesuch, S. 2 f., 11). Damit ist er nicht zu hören. Auf das Revisionsgesuch ist nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten sind dem Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Anklagekammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 7. März 2008
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schneider Willisegger

Schlagwörter

revisioninadmissibilityrevision groundcourt costsnon-entry