Federal appeal inadmissible for insufficient reasoning in revision case

6B_971/2013Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung09.12.2013Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the appellant's complaint against the Zurich High Court's refusal to enter into his fifth revision request was insufficiently reasoned. His references to an expert opinion, a witness email, and a new CD did not show any legal error or arbitrariness in the cantonal court's assessment that the first two items were not new and the third lacked evidentiary value. The appeal was therefore not entertained, and costs of CHF 800 were imposed on the appellant.

Regest

Art. 108 BGG; admissibility of a federal appeal against a non-entry decision in revision proceedings. A complaint is inadmissible where it fails to engage in a focused manner with the reasons of the cantonal decision and merely repeats assertions already considered below. The appellant must show, with reasoned argument, why the challenged findings are unlawful or arbitrary; otherwise the summary judge may refuse to enter into the appeal under Art. 108 BGG. Where the appeal is not entertained, court costs are generally borne by the appellant pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

6B_971/2013

Urteil vom 9. Dezember 2013

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8001 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Revision (vollendeter Versuch zu vorsätzlicher Tötung),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Strafkammer, vom 12. Juni 2013.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.

Das Obergericht des Kantons Zürich trat am 12. Juni 2013 auf ein fünftes Revisionsgesuch des Beschwerdeführers gegen eine Verurteilung aus dem Jahr 2002 nicht ein. Auch vor Bundesgericht verweist der Beschwerdeführer auf eine forensische Expertise (Ziff. 1), ein Mail eines Zeugen (Ziff. 2) und auf eine neue CD (Ziff. 3). Mit den beiden ersten Punkten hatte sich die Vorinstanz bereits früher befasst, weshalb sie nach deren Darstellung nicht neu sind, und dem dritten Punkt kommt gemäss ihren Ausführungen kein Beweiswert zu, weil es sich um eine reine Parteibehauptung handelt (Beschluss S. 5). Was an diesen Erwägungen gegen das Recht verstossen oder willkürlich sein könnte, ergibt sich aus der Beschwerde nicht. Darauf ist mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.

Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 9. Dezember 2013

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Der Gerichtsschreiber: Monn

Schlagwörter

revisioninadmissibilityinsufficient reasoningnew evidencecourt costs