Non-payment of cost advance leads to non-entry

6B_923/2009Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung04.01.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant challenged a decision of the Zurich cantonal appellate criminal chamber, but the Federal Supreme Court had previously ordered him to pay a CHF 2,000 advance. After a reminder and a final deadline, he still did not pay. The single judge therefore declined to enter into the complaint under Art. 108 BGG and imposed court costs of CHF 800 on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 62 BGG, Art. 108 BGG; non-payment of the cost advance after fixation of a supplementary deadline prevents consideration of the appeal. Where the appellant fails to comply with an order to pay the anticipated court costs despite warning of non-entry, the court must declare the remedy inadmissible. The absence of special grounds for waiving the advance is decisive; mere disagreement with the obligation to provide security does not dispense with payment. Upon non-entry, the court costs are charged to the appellant in accordance with Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_923/2009

Urteil vom 4. Januar 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Parteien
X._________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, 8090 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichteintreten auf Strafanzeige (Veruntreuung, uws.),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts
des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 16. September 2009.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 27. Oktober 2009 aufgefordert, dem Bundesgericht bis spätestens am 17. November 2009 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- einzuzahlen. Mit Schreiben vom 17. bzw. 18. November 2009 teilte er mit, als Geschädigter weder im privaten noch öffentlichen Interesse verpflichtet zu sein, einen Kostenvorschuss zu bezahlen (act. 9 und 12). Am 18. November 2009 wurde er auf Art. 62 BGG hingewiesen, wonach grundsätzlich jede Partei einen Kostenvorschuss in der Höhe der mutmasslichen Gerichtskosten zu leisten habe und vorliegend keine besonderen Gründe vorlägen, um darauf zu verzichten. Dem Beschwerdeführer wurde deshalb am selben Tag die im Gesetz vorgesehene Nachfrist bis zum 9. Dezember 2009 angesetzt, um den Kostenvorschuss zu bezahlen, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde. Da der Kostenvorschuss auch innert der Nachfrist nicht einging, ist auf die Beschwerde androhungsgemäss im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 4. Januar 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Schneider Arquint Hill

Schlagwörter

non-entrycost advanceinadmissibilitycriminal appealcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal criminal appeal could be entered into without payment of the ordered cost advance

Extrahierter Entscheid

No. Since the advance was not paid even within the extended deadline, the court had to decline to enter into the appeal under Art. 108 BGG.

Extrahierte Begründung

The appellant was ordered to pay a CHF 2,000 advance, was warned about Art. 62 BGG and given an additional deadline, but no payment was received within that period.

Kernrechtsfrage

Allocation of federal court costs

Extrahierter Entscheid

The appellant had to bear the court costs.

Extrahierte Begründung

As the appeal was not entered into, the costs were imposed on the appellant under the general cost rule.

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