Federal appeal inadmissible for missing attachment

6B_919/2013Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung29.10.2013Inadmissible

Zusammenfassung

The appellant filed a criminal complaint to the Federal Supreme Court against a cantonal appellate decision, but omitted the challenged decision from the filing. The court issued a cure order on 20 September 2013, warning that the complaint would otherwise be disregarded. The order was considered duly served despite non-delivery, because the appellant had to ensure that judicial mail could reach him. As the defect was not cured by the deadline, the court refused to enter into the complaint under Art. 108 BGG. No court costs were charged.

Regest

Art. 108 BGG; admissibility of a federal appeal when the challenged decision is not filed despite a cure order. A party who initiates proceedings must ensure that judicial correspondence can be served; a notice returned with the postal indication that delivery was not possible may nonetheless be deemed served. If the formal defect is not remedied within the set time limit, the Federal Supreme Court may summarily decline to enter into the appeal.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

6B_919/2013

Urteil vom 29. Oktober 2013

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,
Postfach, 8026 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichtanhandnahme,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich vom 7. August 2013 (UE130062).

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.

Da der Beschwerde der angefochtene Entscheid nicht beilag, wurde der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 20. September 2013 aufgefordert, den Mangel spätestens am 4. Oktober 2013 zu beheben, ansonsten die Rechtsschrift unbeachtet bleibe. Die Verfügung kam mit dem Hinweis der Post zurück, sie habe noch nicht zugestellt werden können und lagere aufgrund eines Auftrags des Empfängers vielleicht noch längere Zeit bei der Poststelle. Da jeder, der ein gerichtliches Verfahren einleitet, dafür zu sorgen hat, dass ihn gerichtliche Sendungen erreichen, gilt die Verfügung als zugestellt. Der angefochtene Entscheid wurde innert Frist nicht eingereicht. Folglich ist androhungsgemäss auf die Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.

Auf eine Kostenauflage kann verzichtet werden.

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 29. Oktober 2013

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Der Gerichtsschreiber: Monn

Schlagwörter

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