Criminal appeal not entered for lack of substantiated challenge

6B_899/2008Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung03.11.2008Dismissed

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court treated the appellant’s filing as a criminal appeal against the Bern cantonal appellate judgment convicting him of threats and imposing 60 hours of community service. It held that his bare allegation of false testimony did not substantiate any manifestly incorrect or arbitrary finding of fact. The complaint therefore failed to satisfy the requirements for review and was not entered into. Court costs of CHF 800 were imposed on the appellant.

Regest

Art. 78 ff., 97 Abs. 1, 108 BGG; Art. 9 BV; admissibility of a criminal appeal and requirements for challenging findings of fact. A filing designated as an objection is to be construed according to its content as a criminal appeal if it manifestly seeks to contest a cantonal judgment. In proceedings under Art. 108 BGG, the appellant must specifically and reasonedly demonstrate why the cantonal factual findings are manifestly incorrect or arbitrary; bare allegations, especially unsubstantiated attacks on witness credibility, are insufficient. Where such substantiation is lacking, the appeal is not entered into; costs are borne by the appellant under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_899/2008/sst

Urteil vom 3. November 2008
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Generalprokurator des Kantons Bern, Hochschulstrasse 17, 3012 Bern,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Drohung,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern, 1. Strafkammer, vom 8. Mai 2008.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer hat seine "Einsprache" bei der Vorinstanz eingereicht und ausgeführt, er fechte das Urteil vom 8. Mai 2008 an. Die Vorinstanz hat die Rechtsschrift deshalb zu Recht an das Bundesgericht weitergeleitet. Die "Einsprache" ist als Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 78 ff. BGG entgegenzunehmen.

2.
Der Beschwerdeführer wendet sich dagegen, dass er wegen Drohung zu gemeinnütziger Arbeit von 60 Stunden verurteilt wurde. Er macht geltend, die Verurteilung beruhe auf der Falschaussage eines bewaffneten Briefträgers. Mit dieser Behauptung, der jede Begründung fehlt, kann indessen nicht dargelegt werden, dass und inwieweit die Vorinstanz den Sachverhalt offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG bzw. willkürlich im Sinne von Art. 9 BV festgestellt hätte. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

3.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 1. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 3. November 2008
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schneider Monn

Schlagwörter

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