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6B_893/2013 ΓÇó Non-entry for insufficiently reasoned appeal in fraud case
6B_893/2013Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung09.10.2013Dismissed
The Federal Supreme Court held that the complaint was inadmissible because the appellant did not challenge the cantonal court's decisive reason for not entering into the appeal, namely the failure to properly declare the appeal under the CPC. As the filing lacked the required reasoning, the Court did not address the merits. The request for free legal aid was refused because the appeal had no prospect of success. Court costs of CHF 500 were charged to the appellant, taking his financial situation into account.
Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG; non-entry for insufficient reasoning: a federal complaint must address the decisive considerations of the challenged decision and set out in a reasoned manner why they are unlawful. Failure to engage with the cantonal court's dispositive procedural ground results in non-entry in summary procedure. A request for free legal aid under Art. 64 BGG is to be denied where the appeal lacks prospects of success; costs are allocated under Art. 66 Abs. 1 BGG, with due regard to the party's financial circumstances under Art. 65 Abs. 2 BGG.
{T 0/2}
6B_893/2013
Urteil vom 9. Oktober 2013
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden, Sennhofstrasse 17, 7001 Chur,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Mehrfacher Betrug,
Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts von Graubünden, I. Strafkammer, vom 9. September 2013.
Das Kantonsgericht von Graubünden trat am 9. September 2013 auf eine Berufung nicht ein, weil der Beschwerdeführer das Rechtsmittel nicht gemäss Art. 399 Abs. 3 StPO erklärt hatte. Mit der Frage der unterbliebenen Berufungserklärung befasst sich der Beschwerdeführer in seiner Eingabe ans Bundesgericht nicht, weshalb diese keine Begründung enthält, wie sie von Art. 42 Abs. 2 BGG verlangt wird. Zur materiellen Seite des Falles kann sich das Bundesgericht nicht äussern, weil diese nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids ist. Auf die Beschwerde ist mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das nachträglich sinngemäss gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht von Graubünden, I. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 9. Oktober 2013
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Einzelrichter: Schneider
Der Gerichtsschreiber: Monn