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6B_84/2009 ΓÇó Non-entry for insufficient reasoning in criminal appeal
6B_84/2009Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung05.02.2009Dismissed
The Federal Supreme Court did not enter into the criminal appeal by X. against the Solothurn cantonal appellate decision. It held that the submission failed to meet the BGG reasoning requirements because it did not show any violation of Swiss law, and it also refused to consider a request for compensation for the appellant's son because that matter was not part of the challenged decision. The president exceptionally waived court costs, which rendered the request for exemption from an advance on costs moot.
Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; Art. 108 BGG; requirements of reasoning for a federal appeal and non-entry. A complaint that merely criticizes a cantonal decision without addressing the application of federal law or identifying a violation of Swiss law does not satisfy the Federal Supreme Court's reasoning requirements. The Court examines only issues encompassed by the contested decision; requests falling outside its subject matter are inadmissible. Where the appeal is manifestly insufficiently reasoned, the President may decide under Art. 108 BGG. An exceptional waiver of court costs renders a request for exemption from advance payment moot.
{T 0/2}
6B_84/2009 /hum
Urteil vom 5. Februar 2009
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.
Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, Franziskanerhof, Barfüssergasse 28, 4502 Solothurn,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Entschädigung,
Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Solothurn, Strafkammer, vom 5. Januar 2009.
Der Präsident zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerde richtet sich dagegen, dass auf einen kantonalen Rekurs der Beschwerdeführerin nicht eingetreten wurde, weil ihr Gesuch um Befreiung von der Kostenvorschusspflicht abgewiesen worden war und sie in der Folge den Kostenvorschuss dennoch nicht geleistet hat. Die Kosten des Rekursverfahrens wurden der Beschwerdeführerin auferlegt.
Die Beschwerdeführerin befasst sich mit der Frage, inwieweit der angefochtene Entscheid, der sich auf kantonales Verfahrensrecht stützt, gegen das schweizerische Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen könnte, nicht. Die Beschwerde genügt folglich den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 bzw. Art. 106 Abs. 2 BGG nicht. Der Antrag 1, es sei dem Sohn der Beschwerdeführerin eine angemessene Entschädigung auszurichten, kann nicht gehört werden, weil diese Frage nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids ist. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2.
Ausnahmsweise kann auf eine Kostenauflage verzichtet werden. Damit wird das Gesuch um Befreiung von der Kostenvorschusspflicht gegenstandslos.
Demnach erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 5. Februar 2009
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Favre Monn