Non-entry on complaint against compensation decision

6B_84/2007Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung18.04.2007Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

After the discontinuation of a criminal investigation for assault, X. sought compensation for the investigation proceedings. The single judge of the district court denied compensation, finding no significant costs or inconvenience and no supporting evidence. X. then attempted to challenge that ruling, but her filing did not substantiate any compensable expenses and lacked a clear request. The Federal Supreme Court therefore did not enter into the complaint and imposed court costs of CHF 1,000 on her.

Omnilex-Regeste

Art. 42 and 106 Abs. 2 BGG; non-substantiated complaint against a compensation ruling is inadmissible. A party seeking review of a denial of compensation must set out the contested conclusions and substantiate, with concrete facts and evidence, the alleged costs and inconvenience. Mere references to temporary incapacity or discomfort, without proper substantiation, do not satisfy the pleading requirements. In such circumstances the Federal Supreme Court will not enter into the complaint (consid. 2). Court costs may be charged to the unsuccessful appellant under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_84/2007 /hum

Urteil vom 18. April 2007
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Bundesrichter Wiprächtiger, Mathys,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Entschädigungsregelung,

Beschwerde in Strafsachen gegen die Verfügung des Bezirksgerichts Pfäffikon, Einzelrichter in Strafsachen, vom 1. Februar 2007.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Mit Verfügung vom 12. Januar 2007 stellte das Statthalteramt Pfäffikon eine gegen X.________ geführte Strafuntersuchung wegen Tätlichkeit ein. Mit Eingabe vom 26. Januar 2007 verlangte X.________ eine gerichtliche Beurteilung der Entschädigungsregelung. Mit Verfügung vom 1. Februar 2007 erkannte der Einzelrichter in Strafsachen des Bezirkes Pfäffikon, der Einsprecherin werde keine Entschädigung für das Untersuchungsverfahren ausgerichtet. X.________ sandte diese Verfügung mit der handschriftlichen Angabe, sie erhebe "Rekurs", und einem "X" bei der Rechtsmittelbelehrung ans Bezirksgericht zurück. Dieses hat die Eingabe an das Bundesgericht weitergeleitet.
2.
Es muss nicht geprüft werden, ob die Beschwerde den Anforderungen von Art. 42 und 106 Abs. 2 BGG genügt. Die Vorinstanz hat keine Entschädigung ausgerichtet, weil die Beschwerdeführerin aufgrund der kurzen Verfahrensdauer und der geringen Schwere des Vergehens keine wesentlichen Kosten und Umtriebe gehabt habe. Zudem habe sie keine Nachweise erbracht, welche auf derartige Umtriebe schliessen lassen könnten. Der Eingabe sei nicht einmal ein Antrag zu entnehmen. Die einzige halbwegs verständliche Rüge der Beschwerdeführerin vor Bundesgericht betrifft diesen Punkt, indem sie geltend macht, sie sei zwei Tage arbeitsunfähig gewesen, habe einen weiteren Tag Umtriebe und überdies extreme Kopfschmerzen gehabt. Da sie es erneut unterlässt, ihre Kosten und Umtriebe zu substanziieren, ist darauf von vornherein nicht einzutreten.
3.
Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 BGG:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich und dem Bezirksgericht Pfäffikon, Einzelrichter in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 18. April 2007
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

inadmissibilitycompensationsubstantiationcriminal investigationcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the complaint challenging the compensation ruling was admissible and sufficiently substantiated.

Extrahierter Entscheid

The complaint was not examined because the appellant failed to substantiate her alleged costs and inconvenience and did not formulate a clear request.

Extrahierte Begründung

The court held that, given the appellant's failure to substantiate her costs and inconvenience, the complaint was inadmissible; the limited arguments about temporary incapacity and headaches did not remedy the lack of substantiation.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant was entitled to compensation for the investigation proceedings.

Extrahierter Entscheid

No compensation was awarded because the lower authority found no substantial costs or inconvenience attributable to the short and minor proceeding, and no proof supported such expenses.

Extrahierte Begründung

The lower court's refusal rested on the brief duration and minor seriousness of the proceedings, combined with the absence of proof of compensable expenses or inconvenience.

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