Criminal complaint dismissed as time-barred

6B_812/2013Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung13.09.2013Inadmissible

Zusammenfassung

The appellant challenged a cantonal decision refusing to open criminal proceedings for false accusation, unlawful deprivation of liberty and extortion. The Federal Supreme Court held that the appeal period started with service on an authorized recipient on 21 June 2013, not with the law firm’s internal receipt stamp. Taking the statutory suspension into account, the time limit expired on 22 August 2013. Because the appeal was filed on 26 August 2013, the Court did not enter into the matter and imposed court costs of CHF 800 on the appellant.

Regest

Art. 100 Abs. 1, Art. 46 Abs. 1 lit. b and Art. 108 BGG; appeal time limit and non-entry due to lateness. For the computation of the federal appeal period, decisive is the legally relevant service of the challenged decision to an authorized recipient; an internal receipt stamp of the law office is not determinative. If the appeal is filed after the expiry of the period, taking any statutory suspension into account, the Court shall not enter into the matter in summary proceedings under Art. 108 BGG. Costs are imposed on the unsuccessful appellant pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

6B_812/2013

Urteil vom 13. September 2013

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Peter Schatz,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichtanhandnahme einer Untersuchung (Verdacht auf falsche Anschuldigung, Freiheitsberaubung, Erpressung),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 11. Juni 2013.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.

Eine Beschwerde ans Bundesgericht ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids einzureichen (Art. 100 Abs. 1 BGG).

Der Beschwerdeführer gibt unter Hinweis auf das von ihm dem Bundesgericht eingereichte Exemplar des angefochtenen Entscheids an, er habe diesen am 25. Juni 2013 erhalten (Beschwerde S. 13 Ziff. 19). Dieses Datum trägt auch der Eingangsstempel des Anwaltsbüros auf dem Urteil (act. 1 S. 1).

Massgebend ist indessen nicht der Eingangsstempel des Anwaltsbüros, sondern die Empfangsbestätigung der Post. Dieser ist zu entnehmen, dass der angefochtene Entscheid einer bevollmächtigten Empfangsperson am 21. Juni 2013 ausgehändigt wurde.

Unter diesen Umständen und unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes von Art. 46 Abs. 1 lit. b BGG lief die Beschwerdefrist am 22. August 2013, einem Donnerstag, ab. Die Beschwerde vom 26. August 2013 ist verspätet. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.

Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 13. September 2013

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Der Gerichtsschreiber: C. Monn

Schlagwörter

time limitnon-entryservice of processcriminal complaintcourt costs