Non-payment of advance costs led to non-entry

6B_801/2011Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung14.02.2012Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the criminal complaint because the complainant failed to pay the CHF 2,000 advance on costs within the set time limit, even after an extended deadline and warning of non-entry. The court held that service of the extension order was effective and that the advance remained unpaid. The complainant was ordered to pay court costs of CHF 800.

Omnilex-Regeste

Art. 108 BGG; non-entry for failure to pay the advance on costs within the fixed or extended time limit. Where the litigant has been duly warned that non-payment will lead to non-entry and the advance is not received in time, the court shall not enter into the appeal. A party who must expect judicial service to be effected bears the consequences of non-collection of a duly notified registered mailing. Court costs are charged to the unsuccessful appellant pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_801/2011

Urteil vom 14. Februar 2012
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Gemeindeverwaltung Meilen, Abteilung Sicherheit, Dorfstrasse 100, 8706 Meilen,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Rückzug einer Einsprache (Busse),

Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 28. Oktober 2011.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 7. Dezember 2011 aufgefordert, dem Bundesgericht spätestens am 9. Januar 2012 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- einzuzahlen. Obwohl er die Verfügung in Empfang nahm, reagierte er nicht. Am 13. Januar 2012 wurde ihm die gesetzlich vorgeschriebene Nachfrist zur Zahlung des Vorschusses bis zum 3. Februar 2012 angesetzt, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde. Diese Verfügung holte der Beschwerdeführer auf der Post nicht ab. Da er indessen dafür besorgt sein musste, dass ihm gerichtliche Sendungen zugestellt werden können, gilt die Verfügung als zugestellt. Sie wurde ihm im Übrigen auch noch mit A-Post zugesandt. Der Kostenvorschuss ging innert Frist nicht ein. Folglich ist auf die Beschwerde androhungsgemäss im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 14. Februar 2012
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Der Gerichtsschreiber: Monn

Schlagwörter

advance on costsnon-entrycriminal appealservice of processcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the complaint could be considered despite non-payment of the advance on costs within the extended deadline.

Extrahierter Entscheid

The complaint could not be examined because the advance on costs was not paid in time after warning of non-entry.

Extrahierte Begründung

The complainant received the initial order, ignored it, and did not collect the subsequent deadline extension; service was deemed effective and the advance remained unpaid. Non-entry followed under Art. 108 BGG.

Kernrechtsfrage

Who bears the court costs of the federal proceedings.

Extrahierter Entscheid

The complainant must bear the court costs.

Extrahierte Begründung

As the complaint was not entered into, the costs were charged to the complainant under Art. 66 para. 1 BGG.

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