Complaint dismissed for insufficient reasoning under Art. 42 BGG

6B_798/2013Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung17.09.2013Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court declared inadmissible a criminal-law complaint against a cantonal non-entry decision. The complainant did not address the decisive grounds of the cantonal court, which had refused to hear the matter because the advance on costs had not been paid and the waiver request had been filed too late. The submission also failed to show why the cantonal court's alternative reasoning violated federal law. The Court therefore found that the complaint did not meet the requirements of Art. 42(2) BGG and dismissed it without costs.

Regest

Art. 42 Abs. 2 BGG; Art. 95 BGG; admissibility of a complaint against a non-entry decision: A federal complaint must deal in a substantiated manner with the decisive reasoning of the challenged decision and show, with reference to the invoked federal-law grounds, why that reasoning is unlawful. If the appellant merely ignores the pertinent grounds or leaves the subsidiary reasoning unchallenged, the submission does not meet the requirements of Art. 42(2) BGG and is not entered upon under Art. 108 BGG. The Federal Supreme Court does not examine abstract allegations divorced from the actual reasoning of the cantonal authority (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

6B_798/2013

Urteil vom 17. September 2013

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Postfach 3439, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichtanhandnahme (Urkundenfälschung),

Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Luzern, 1. Abteilung, vom 24. Juli 2013.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.

Das Kantonsgericht Luzern trat am 24. Juli 2013 auf eine Beschwerde nicht ein. Der Entscheid erging zur Hauptsache, weil die Beschwerdeführerin die Prozesskaution nicht zahlte und das Gesuch um Erlass der Sicherheitsleistung erst nach Ablauf der Zahlungsfrist und somit verspätet stellte. Mit der Frage des Nichteintretens wegen Nichtzahlung der Prozesskaution und Verspätung des Erlassgesuchs befasst sich die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vor Bundesgericht nicht, weshalb diese den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht genügt. Es ist anzumerken, dass sich aus der Beschwerde ebenfalls nicht ergibt, inwieweit die Eventualbegründung der Vorinstanz (Entscheid, S. 3) gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen könnte. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.

Auf eine Kostenauflage wird ausnahmsweise verzichtet.

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Kosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Luzern, 1. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. September 2013

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill

Schlagwörter

inadmissibilitynon-entryadvance on costswaiver of costsreasoning requirementscriminal complaint