No entry for insufficiently reasoned criminal appeal

6B_771/2013Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung09.10.2013Inadmissible

Zusammenfassung

The appellant challenged the cantonal decision that upheld the prosecutor's termination of the objection proceedings in a simple bodily injury case. Before the Federal Supreme Court, he argued only about the merits and did not engage with the reasoning of the cantonal judgment. The Court held that the complaint lacked admissible motivation because it referred to other submissions, and therefore did not enter into the case. It also rejected the request for legal aid as hopeless and imposed reduced court costs of CHF 500 on the appellant.

Regest

Art. 108 BGG; sufficient reasoning of a federal complaint; the grounds of the appeal must be set out in the appeal itself and must address the challenged reasoning of the lower court. Mere reference to other writings or documents is inadmissible. If the filing does not attack the decisive considerations, the complaint is manifestly insufficiently reasoned and no-entrance follows in summary procedure. Art. 64 BGG; legal aid is refused where the legal remedies sought are devoid of prospects of success. Art. 66 Abs. 1 BGG and Art. 65 Abs. 2 BGG; court costs are borne by the losing party, with the party's financial situation considered in fixing the amount.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

6B_771/2013

Urteil vom 9. Oktober 2013

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Appenzell A.Rh., Schützenstrasse 1A, 9100 Herisau,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
einfache Körperverletzung,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts von Appenzell Ausserrhoden, 1. Abteilung, vom 1. Juli 2013.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.

Das Obergericht von Appenzell Ausserrhoden wies am 1. Juli 2013 eine Beschwerde ab, die sich dagegen richtete, dass die Staatsanwaltschaft ein Einspracheverfahren gegen einen Strafbefehl einstellte, weil der Beschwerdeführer trotz Vorladung zu einer Einvernahme unentschuldigt nicht erschienen war. In seiner Eingabe vor Bundesgericht äussert sich der Beschwerdeführer nur zur materiellen Seite des Falles, die nicht Gegenstand des obergerichtlichen Entscheids war. Weil die Begründung einer Beschwerde in derselben enthalten sein muss, ist der Hinweis auf andere Schreiben und Unterlagen unzulässig. Auf die Beschwerde ist mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.

Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Dieser verweist auf die Veranlagungsverfügung der Steuerverwaltung für 2012. Daraus ergibt sich, dass er ein steuerbares Einkommen von Fr. 6'500.-- und kein Vermögen aufweist. Das Vorbringen ist als Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege entgegenzunehmen. Dieses ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.

Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht von Appenzell Ausserrhoden, 1. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 9. Oktober 2013

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Der Gerichtsschreiber: Monn

Schlagwörter

criminal appealinsufficient reasoningno entrylegal aidcourt costs