Non-entry upheld for insufficiently reasoned appeal

6B_767/2007Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung11.12.2007Dismissed

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dismissed X.________'s criminal-law complaint against the Luzern cantonal non-entry decision. It held that the cantonal appeal period had expired before her fuller submission of 22 August 2007, so that filing could not cure the inadequately reasoned appeal lodged on 13 August 2007. The lower court therefore did not violate the right to be heard by confining its review to the timely filing. Court costs of CHF 1,000 were charged to the appellant.

Regest

Art. 109 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; non-entry for insufficiently reasoned appeal and late curative submission. A cantonal appellate authority may confine itself to assessing the timely filed but inadequately reasoned remedy when the statutory time limit has expired; a later supplementary statement cannot cure the defect absent a permissible restoration of the time limit. A complaint challenging such non-entry is dismissed where no procedural right to consider the late filing exists. Simplified procedure under Art. 109 BGG is available when the appeal is manifestly unfounded.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_767/2007/bri

Urteil vom 11. Dezember 2007
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Bundesrichter Zünd, Mathys,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Zentralstrasse 28, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Einstellungsentscheid (Mittäterschaft zum Pfändungsbetrug),

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Luzern, Kriminal- und Anklagekommission, vom 12. Oktober 2007.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Das Obergericht des Kantons Luzern trat mit Entscheid vom 12. Oktober 2007 auf einen Rekurs von X.________ nicht ein, weil sie das Rechtsmittel nicht hinreichend begründet hatte.

X.________ wendet sich mit Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht und beantragt sinngemäss, der Entscheid des Obergerichts vom 12. Oktober 2007 sei aufzuheben.
2.
Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz habe ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, weil sie nicht berücksichtigt habe, dass sie mit Eingabe vom 22. August 2007 eine ausführliche Begründung des kantonalen Rekurses nachgeliefert habe. Damit übergeht die Beschwerdeführerin den Umstand, dass die kantonale Rechtsmittelfrist am 13. August 2007 ablief und eine Wiederherstellung der Frist nicht in Frage kam (angefochtener Entscheid S. 3). Folglich konnte sich die Vorinstanz nur mit der unbestrittenermassen unzureichend begründeten Eingabe der Beschwerdeführerin vom 13. August 2007, nicht aber mit der verspäteten vom 22. August 2007 befassen. Die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen.
3.
Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtsgekosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Luzern, Kriminal- und Anklagekommission, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 11. Dezember 2007
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

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