Non-payment of advance costs leads to non-entry on criminal complaint

6B_737/2008Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung29.11.2008Dismissed

Zusammenfassung

X. filed complaints against two decisions of the St. Gallen public prosecutor's office via the cantonal accusation chamber. The Federal Supreme Court ordered two advance-cost payments totaling CHF 4,000 and twice extended the deadline, warning of non-entry. As the advances were not paid, the Court did not enter the complaint under the summary procedure of Art. 108 BGG and imposed court costs of CHF 1,000 on X.

Regest

Art. 62, 66 Abs. 1 und 108 BGG; non-payment of ordered advance costs leads to non-entry on the complaint. Where the appellant is duly requested to pay an advance of costs and is warned that failure to pay will result in non-entry, the Federal Supreme Court must decline to consider the matter if the advance is not paid within the prescribed period (consid. 1). The procedural consequence is independent of the merits of the challenged decision. Court costs are borne by the unsuccessful party, including in cases of non-entry (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_737/2008
6B_738/2008 /hum

Urteil vom 29. November 2008
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Schützengasse 1, 9001 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Eröffnung eines Strafverfahrens (Amtsgeheimnisverletzung etc.),

Beschwerde gegen zwei Entscheide der Anklagekammer des Kantons St. Gallen vom 13. August 2008 (AK.2008.108-AK u. AK2008/220-AK; AK.2008.109-AK u. AK2008.219-AK).

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Die Beschwerde richtet sich gegen zwei Entscheide der Anklagekammer des Kantons St. Gallen. Dem Beschwerdeführer wurden deshalb in Anwendung von Art. 62 BGG mit zwei Verfügungen vom 17. September 2008 eine Frist bis zum 8. Oktober 2008 sowie mit zwei weiteren Verfügungen vom 16. Oktober 2008 eine Nachfrist bis zum 6. November 2008 angesetzt, um dem Bundesgericht zwei Kostenvorschüsse von insgesamt Fr. 4'000.-- einzuzahlen, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde. Die Kostenvorschüsse wurden nicht geleistet. Auf die Beschwerde ist deshalb androhungsgemäss im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und der Anklagekammer des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 29. November 2008
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schneider Monn

Schlagwörter

advance costsnon-entrycriminal complaintcourt costssummary procedure