Federal appeal inadmissible for failure to exhaust cantonal remedies

6B_73/2009Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung10.02.2009Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Criminal Court held that an appeal against the Zurich Justice Directorate's decision on commencement of sentence and half-detention was inadmissible because the appellant had not first exhausted the cantonal remedy available before the Zurich Administrative Court. The filing of 30 January 2009 was therefore transferred to that court. No costs were charged and no compensation was awarded.

Regest

Art. 80 Abs. 2 and Art. 130 paras. 1 and 4 BGG; exhaustion of cantonal remedies in sentence-execution disputes. Where cantonal implementing law designates the cantonal administrative court as the last instance in matters of sentence execution and measures, a direct appeal to the Federal Supreme Court against a decision of the justice administration is inadmissible. The federal court must not enter into the merits and shall forward the submission to the competent cantonal authority. In such non-entry decisions, costs and compensation may be waived (consid. 1-2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_73/2009/sst

Urteil vom 10. Februar 2009
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Parteien
X.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch
Rechtsanwältin Dr. Petra Camathias Ziegler,

gegen

Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Amtsleitung, Feldstrasse 42, 8090 Zurich,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Strafantritt; Halbgefangenschaft,

Beschwerde gegen die Verfügung der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich vom 18. Dezember 2008.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich ist gemäss kantonalem Ausführungsrecht (§ 5 VO BGG/ZH) in Verbindung mit § 43 Abs. 1 lit. g und Abs. 2 VRG/ZH sowie Art. 80 Abs. 2 und 130 Abs. 1 und 4 BGG letzte kantonale Rechtsmittelinstanz in Straf- und Massnahmenvollzugsstreitigkeiten (zur Publikation bestimmtes Urteil des Bundesgerichts vom 22. Dezember 2008 6B_707/2008). Die vorliegende Beschwerde, welche sich gegen die Verfügung der Justizdirektion vom 18. Dezember 2008 betreffend Strafantritt/Halbgefangenschaft richtet, ist deshalb mangels Erschöpfung des kantonalen Instanzenzugs ausgeschlossen. Auf die Beschwerde ist nicht einzutreten. Sie ist dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich zur Behandlung zu überweisen.

2.
Es sind keine Kosten zu erheben und keine Entschädigungen auszurichten.
Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 30. Januar 2009 wird dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich zur Behandlung überwiesen.

3.
Es werden keine Kosten auferlegt und keine Entschädigungen ausgerichtet.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 10. Februar 2009
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Favre Arquint Hill

Schlagwörter

sentence executionhalf-detentionexhaustion of remediesinadmissibilitycantonal remediescost waiver