Non-payment of cost advance led to non-entry on criminal appeal

6B_724/2013Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung08.10.2013Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the appellant’s criminal complaint because he failed to pay the required CHF 2,000 advance within the extended deadline. The advance-payment orders, sent to the address he had provided, were deemed served despite being returned marked 'unknown'. The Court imposed CHF 800 in costs on the appellant and awarded no compensation to the respondent parties, as they had no reimbursable expense before the Court.

Regest

Art. 108 BGG; non-entry for failure to pay the cost advance despite a grace period. Court notifications sent to the address indicated by the party are deemed served if the addressee must expect judicial mail and fails to ensure receipt. If the advance is not paid within the extended time limit, the appeal is inadmissible by summary order. Costs are borne by the unsuccessful appellant under Art. 66 Abs. 1 BGG; no party compensation is due absent compensable efforts by the respondents.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

6B_724/2013

Urteil vom 8. Oktober 2013

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau,
Frey-Herosé-Strasse 12, Wielandhaus, 5001 Aarau,
2. A.________,
3. B.________,
4. C.________,
5. D.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Beschimpfung usw.,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht, 2. Kammer, vom 11. Juni 2013.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.

Dem Beschwerdeführer wurde an die von ihm selber angegebene Adresse eine Verfügung vom 31. Juli 2013 gesandt mit der Aufforderung, dem Bundesgericht spätestens am 26. August 2013 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- einzuzahlen. Die Verfügung kam mit dem postalischen Vermerk "Unbekannt" zurück. Da der Beschwerdeführer dafür zu sorgen hat, dass ihn gerichtliche Sendungen, mit denen er rechnen muss, erreichen, gilt die Verfügung als zugestellt.

Mit Verfügung vom 4. September 2013 wurde ihm die gesetzlich vorgeschriebene Nachfrist zur Leistung des Vorschusses bis zum 18. September 2013 angesetzt, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde. Auch diese Verfügung gilt als zugestellt, obwohl sie mit dem Vermerk "Unbekannt" zurückkam.

Der Kostenvorschuss ging innert Frist nicht ein. Folglich ist androhungsgemäss auf die Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.

Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Den Beschwerdegegnern 2-5 ist keine Entschädigung auszurichten, weil sie vor Bundesgericht keine Umtriebe hatten.

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 2. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. Oktober 2013

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Der Gerichtsschreiber: C. Monn

Schlagwörter

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