Non-entry due to insufficient reasoning against withdrawal of objection

6B_699/2013Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung17.09.2013Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the appellant's complaint against the cantonal decision confirming the withdrawal of her objection to a penal order. It held that the submission failed to satisfy the substantiation requirements, because it challenged the merits, which were not at issue, and did not identify any constitutional violation with sufficient precision. The appellant was ordered to pay court costs of CHF 800.

Regest

Art. 106 Abs. 2 BGG; requirements for substantiation of a constitutional complaint in criminal matters; Art. 108 BGG, summary non-entry. Where a complaint merely attacks the merits of a matter not reviewed by the cantonal authority, or alleges procedural defects without specifying the violated constitutional rights and the manner of violation, it is manifestly insufficiently reasoned and inadmissible. In such a case, the Federal Supreme Court may decide not to enter into the matter in simplified proceedings under Art. 108 BGG. Court costs are borne by the unsuccessful complainant under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

6B_699/2013

Urteil vom 17. September 2013

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Thurgau, Zürcherstrasse 323, 8510 Frauenfeld,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Rückzug einer Einsprache

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 13. Juni 2013.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.

Die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen verurteilte die Beschwerdeführerin mit Strafbefehl vom 13. Dezember 2012 wegen mehrfacher übler Nachrede zum Nachteil ihres geschiedenen Ehemannes. Dagegen erhob die Beschwerdeführerin Einsprache. Das Bezirksgericht schrieb das Verfahren am 17. April 2013 als durch Rückzug erledigt ab. Dagegen legte die Beschwerdeführerin Beschwerde ein, welche die Vorinstanz mit Entscheid vom 13. Juni 2013 abwies. Die Vorinstanz führte aus, es seien keine Gründe ersichtlich, weshalb die Beschwerdeführerin nicht mehr an ihren handschriftlich geschriebenen Einspracherückzug vom 17. April 2013 gebunden sein soll. Soweit sich die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde zur materiellen Seite der Angelegenheit äussert, die nicht Gegenstand des Verfahrens vor Vorinstanz bildete, kann das Bundesgericht darauf nicht eintreten. Soweit sie rügt, es seien Verfahrensfehler begangen worden, führt sie nicht aus, welches Grundrecht und inwieweit dieses durch die angeblichen Verfahrensfehler verletzt worden sein soll. Insoweit genügt die Beschwerde den Begründungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG nicht. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.

Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. September 2013

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill

Schlagwörter

objection withdrawalinadmissibilityreasoning requirementsconstitutional complaintcourt costs