No entry for insufficiently reasoned criminal complaint

6B_677/2013Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung17.09.2013Dismissed

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into a criminal complaint against a Luzern decision because the appellant failed to engage with the cantonal court's reasoning and instead argued only the merits. The filing therefore did not satisfy the federal reasoning requirements. The request for free legal aid was denied as hopeless. Exceptionally, no costs were imposed.

Regest

Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG; admissibility of a federal complaint against a cantonal non-entry decision. The appellant must specifically attack the reasoning of the challenged decision and state, in a concise manner, which legal rights were violated; submissions confined to the merits are inadmissible. If the complaint manifestly lacks sufficient reasoning, the court may decide without further exchange under Art. 108 BGG. Legal aid under Art. 64 BGG is to be refused where the appeal has no reasonable prospects of success. In exceptional circumstances, costs may be waived despite non-entry (consid. 1-2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

6B_677/2013

Urteil vom 17. September 2013

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Postfach 3439, 6002 Luzern,
2. Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004 Luzern,
Beschwerdegegnerinnen.

Gegenstand
Nichtanhandnahmeverfügung (Betrug usw.),

Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Luzern, 1. Abteilung, vom 3. Juli 2013.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.

Am 3. Juli 2013 trat das Kantonsgericht Luzern auf eine kantonale Beschwerde gegen eine Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft nicht ein, weil das Rechtsmittel ungenügend begründet war. Vor Bundesgericht kann es folglich nur um die Begründungsanforderungen des kantonalen Rechtsmittels gehen. Dazu äussert sich der Beschwerdeführer mit keinem Wort. Die materiellen Ausführungen zur Sache sind unzulässig. Folglich genügt die Beschwerde den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten. Die Frage, ob der Beschwerdeführer gegen die SUVA überhaupt Zivilansprüche stellen könnte und zur Beschwerde legitimiert ist (vgl. Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG), kann deshalb offen bleiben.

2.

Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Ausnahmsweise kann auf eine Kostenauflage verzichtet werden.

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.

Es werden keine Kosten erhoben.

4.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Luzern, 1. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. September 2013

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill

Schlagwörter

inadmissibilityreasoning requirementlegal aidno-entry decisioncourt costs