Appeal dismissed for failure to pay advance on costs

6B_647/2009Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung13.10.2009Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant sought federal review of a cantonal decision concerning the opening of an investigation against public officials. The Federal Supreme Court ordered him to pay an advance on costs, granted a grace period after non-payment, and warned that the appeal would otherwise not be entered upon. He again refused to pay. The court held that no special grounds justified a waiver of the advance and that the statutory consequence under the BGG had to follow. The appeal was therefore not entered into, and the appellant was charged with court costs of CHF 1,000.

Omnilex-Regeste

Art. 62 Abs. 1, Art. 108 BGG; advance on costs as a prerequisite for admissibility and non-entry for non-payment. In principle, each party must pay an advance on costs corresponding to the expected court costs; waiver is possible only for special reasons. If the advance is neither paid within the original time limit nor within the grace period, the Federal Supreme Court does not enter upon the remedy under the summary procedure of Art. 108 BGG. The unsuccessful party bears the court costs under Art. 66 Abs. 1 BGG; in fixing the fee, the court may take account of vexatious or dilatory conduct under Art. 65 Abs. 2 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_647/2009

Urteil vom 13. Oktober 2009
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider Einzelrichter,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, 8090 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Eröffnung einer Untersuchung gegen Behördenmitglieder und Beamte,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 6. Juli 2009 (NS090012/U).

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
In der Beschwerde vom 8. August 2009 machte der Beschwerdeführer geltend, für einen eventuellen Kostenvorschuss komme er nicht auf, da er sich "für die Interessen der Öffentlichkeit einsetze" (act. 1 S. 7). Gemäss Art. 62 Abs. 1 BGG hat indessen grundsätzlich jede Partei einen Kostenvorschuss in der Höhe der mutmasslichen Gerichtskosten zu leisten. Besondere Gründe, die es rechtfertigten, auf einen Kostenvorschuss zu verzichten, liegen im vorliegenden Fall nicht vor. Der Beschwerdeführer wurde deshalb mit Verfügung vom 11. August 2009 aufgefordert, dem Bundesgericht spätestens am 11. September 2009 einen Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- einzuzahlen. Mit Schreiben vom 11. September 2009 teilte er sinngemäss mit, ein Gericht, welches sich "aus Landesverrätern zusammensetzt", verdiene keinen Kostenvorschuss (act. 6). Weil der Kostenvorschuss innert Frist nicht einging, wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 14. September 2009 die im Gesetz vorgesehene Nachfrist bis zum 5. Oktober 2009 angesetzt, um den Kostenvorschuss zu bezahlen, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde. Mit Schreiben vom 5. Oktober 2009 beharrte der Beschwerdeführer auf dem Standpunkt, dass jemand, der sich für die Öffentlichkeit einsetze, keinen Kostenvorschuss bezahlen müsse (act. 9). Diese Auffassung ist angesichts des klaren Wortlauts von Art. 62 Abs. 1 BGG unrichtig. Da der Kostenvorschuss auch innert der Nachfrist nicht einging, ist auf die Beschwerde androhungsgemäss im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der trölerischen Art der Prozessführung ist bei der Bemessung der Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 13. Oktober 2009

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Schneider Monn

Schlagwörter

advance on costsnon-entryinadmissibilitycourt costssummary procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal could be heard despite non-payment of the advance on costs under Art. 62 BGG

Extrahierter Entscheid

No. The advance on costs was duly requested, no special grounds for waiver existed, and the appellant failed to pay even within the grace period; the appeal was therefore inadmissible under Art. 108 BGG.

Extrahierte Begründung

Under Art. 62(1) BGG, parties must in principle pay an advance on costs in the amount of expected court costs. The appellant's refusal was incompatible with the clear statutory rule, and no exceptional circumstances justified a waiver.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant, with the amount reflecting the vexatious nature of the proceedings.

Extrahierte Begründung

The unsuccessful party bears the costs under Art. 66(1) BGG; the fee was adjusted in light of the dilatory manner of the litigation under Art. 65(2) BGG.

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