Non-entry due to late advance payment of costs

6B_594/2008Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung12.11.2008Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the appellant’s criminal complaint could not be entertained because the reduced advance on costs of CHF 500 was paid only after the expired deadline, despite a warning that non-payment would lead to non-entry. The appeal was therefore dismissed by non-entry under Art. 108 BGG. Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant, with the fee reduced in light of his financial situation. No compensation was awarded to the respondent, who had no expenses before the Federal Supreme Court.

Regest

Art. 108 BGG; late payment of the advance on costs leads to non-entry if the deadline, including an expressly granted grace period, expires unused. Where the warning of non-entry has been given, payment after expiry of the additional time limit is untimely and does not cure the defect (consid. 1). Under Art. 66 BGG in conjunction with Art. 65 Abs. 2 BGG, court costs are charged to the unsuccessful party; the fee may be reduced in consideration of the party’s financial situation. No party compensation is due where the opposing party incurred no recoverable expenses before the Federal Supreme Court (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_594/2008/sst

Urteil vom 12. November 2008
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y._________,
Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Rolf Schuler,
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8001 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Einstellung der Untersuchung (sexuelle Nötigung etc.),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 10. Juni 2008.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 2. September 2008 aufgefordert, dem Bundesgericht spätestens am 23. September 2008 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- einzuzahlen (act. 7). Mit Schreiben vom 16. (Postaufgabe am 19.) September 2008 teilte er mit, er habe die finanziellen Möglichkeiten nicht, einen Vorschuss von Fr. 2'000.-- zu zahlen, und ersuche darum, den Vorschuss auf Fr. 500.-- herabzusetzen (act. 8). Das Bundesgericht teilte ihm mit Schreiben vom 23. September 2008 mit, es sei bereit, den Kostenvorschuss auf Fr. 500.-- zu reduzieren (act. 9). Gleichzeitig wurde ihm die gesetzlich vorgesehene Nachfrist zur Zahlung des Kostenvorschusses bis zum 14. Oktober 2008 angesetzt mit der Androhung, dass das Bundesgericht auf das Rechtsmittel nicht eintreten werde, wenn der Vorschuss nicht innerhalb der Nachfrist dem Konto der Gerichtskasse gutgeschrieben werde (act. 10). Wie dem entsprechenden Postbeleg zu entnehmen ist, hat der Beschwerdeführer in der Folge den Betrag von Fr. 500.-- am 20. Oktober 2008 bar auf der Post einbezahlt. Die Zahlung ist somit verspätet. Auf die Beschwerde ist androhungsgemäss im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 BGG). Seiner finanziellen Lage ist durch eine herabgesetzte Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG). Dem Beschwerdegegner ist keine Entschädigung auszurichten, weil er vor Bundesgericht keine Umtriebe hatte.
Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 12. November 2008
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schneider Monn

Schlagwörter

non-entryadvance on costslate paymentcourt costscriminal appeal