Non-entry for insufficiently substantiated criminal complaint appeal

6B_591/2014Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung20.06.2014Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the appellant’s complaint against the cantonal non-prosecution decision. It held that the submission failed to satisfy the substantiation requirements and contained only vague, generalized accusations without any concrete indication of criminal conduct or legal error. The appellant was ordered to pay court costs of CHF 500, reduced in view of her financial circumstances.

Regest

Art. 42 Abs. 2 BGG; non-entry for insufficient substantiation of a complaint; the appellant must set out in a concrete and comprehensible manner why the challenged decision violates federal law or is arbitrary under Art. 9 BV. Mere general and unsubstantiated accusations are insufficient. Where these requirements are not met, the appeal is inadmissible in the procedure under Art. 108 BGG. Court costs are imposed on the unsuccessful party, with regard to financial circumstances, under Art. 66 Abs. 1 and Art. 65 Abs. 2 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

6B_591/2014

Urteil vom 20. Juni 2014

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Mathys, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, 3011 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichtanhandnahme

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Strafabteilung, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 24. April 2014.

Erwägungen:

1.

Am 24. April 2014 wies das Obergericht des Kantons Bern eine Beschwerde gegen eine Verfügung vom 25. März 2014 ab, mit welcher die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland das Strafverfahren wegen Betrugs, "Unzurechnungsfähigkeit", Tätlichkeit, Kindsmisshandlung, "höchstfahrlässige Arbeitsweise" etc. nicht an die Hand genommen hatte. Es kann offenbleiben, inwiefern die Beschwerdeführerin zum vorliegenden Rechtsmittel überhaupt legitimiert ist. Ihrer Eingabe ist nicht in einer Art. 42 Abs. 2 BGG genügenden Weise zu entnehmen, dass und inwieweit der angefochtene Beschluss willkürlich im Sinne von Art. 9 BV sein oder sonst gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen soll. Aus ihren Ausführungen, welche sich in unsubstanziierten Pauschalvorwürfen erschöpfen, ergibt sich nichts, was auch nur einigermassen konkret und nachvollziehbar auf ein strafbares Verhalten irgendwelcher Personen hindeuten würde. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.

Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Ihrer finanziellen Lage ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Strafabteilung, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. Juni 2014

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Mathys

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill

Schlagwörter

non-entrysubstantiationcriminal complaintcourt costsappeal admissibilitynon-prosecution