Non-payment of advance costs leads to non-entry

6B_59/2011Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung31.03.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant challenged a criminal judgment of the Zurich Cantonal Court, but failed to pay the CHF 2,000 advance on costs even after a grace period under the Federal Supreme Court Act. The Federal Supreme Court therefore did not enter into the complaint under Art. 108 BGG and ordered court costs of CHF 800 against the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 108 BGG; failure to pay the advance on costs within the granted grace period results in non-entry into the remedy. Where the appellant does not comply with the warning order, the court decides summarily under Art. 108 BGG. Court costs follow the outcome and are charged to the unsuccessful party under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_59/2011

Urteil vom 31. März 2011
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8001 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Mehrfache Veruntreuung, Betrug etc.,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Strafkammer, vom 13. Dezember 2010.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Die Beschwerdeführerin wurde mit Verfügung vom 28. Januar 2011 aufgefordert, dem Bundesgericht spätestens am 18. Februar 2011 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- einzuzahlen. Obwohl sie die Verfügung gemäss Empfangsbestätigung erhalten hat, reagierte die Beschwerdeführerin nicht. Es wurde ihr deshalb mit Verfügung vom 28. Februar 2011 die in Art. 62 Abs. 3 BGG vorgeschriebene Nachfrist bis 21. März 2011 angesetzt, um den Kostenvorschuss einzuzahlen, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde. Diese Verfügung wurde von der Beschwerdeführerin auf der Post nicht abgeholt, sie gilt indessen als zustellt. Überdies wurde die Verfügung auch noch mit A-Post versandt. Nachdem der Kostenvorschuss innert Frist nicht bezahlt wurde, ist auf die Beschwerde androhungsgemäss im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 31. März 2011
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre C. Monn

Schlagwörter

non-entryadvance on costscriminal appealcourt costsgrace period

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the complaint could be entered into despite non-payment of the advance on costs within the set deadline.

Extrahierter Entscheid

No. Because the advance on costs was not paid even after the grace period, the Court did not enter into the complaint.

Extrahierte Begründung

The appellant received the order to pay the advance on costs, then a grace period under Art. 62(3) BGG was set, and the advance remained unpaid. Under the warning issued, non-entry followed in proceedings under Art. 108 BGG.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs.

Extrahierter Entscheid

The court costs were charged to the appellant.

Extrahierte Begründung

As the complaint was not entered into, the costs of the proceedings were imposed on the appellant under Art. 66(1) BGG.

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