Criminal appeal dismissed for insufficient reasoning

6B_586/2007Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung06.10.2007Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the appellant's criminal complaint against a seven-month prison sentence for repeated theft, attempted theft, and property damage. It held that the filing did not satisfy Art. 42 BGG because it failed to address the appellate court's prognosis reasoning concerning conditional release and did not contain a proper prayer for relief. The court noted that the appellant mainly argued that imprisonment would have serious consequences for him. No court costs were imposed.

Regest

Art. 42 BGG, Art. 108 BGG; requirements of substantiation of a criminal complaint to the Federal Supreme Court. A complaint must contain a clear prayer for relief and must deal, in a reasoned manner, with the decisive considerations of the previous instance; mere criticism or the assertion of hardship is insufficient. Where the complaint manifestly fails to comply with these requirements, the President may refrain from entering into the matter in summary proceedings under Art. 108 BGG. The waiving of court costs remains possible in exceptional circumstances.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_586/2007 /rom

Urteil vom 6. Oktober 2007
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt, Binningerstrasse 21, Postfach, 4001 Basel.

Gegenstand
Mehrfacher Diebstahl, versuchter Diebstahl und Sachbeschädigung,

Beschwerde in Strafsachen gegen das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt, Ausschuss, vom 16. Mai 2007.

Der Präsident zieht in Erwägung:
1.
Der Beschwerdeführer wurde im angefochtenen Entscheid zu sieben Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Da die Beschwerde kein ausdrückliches Rechtsbegehren enthält, ist fraglich, ob sie den Anforderungen von Art. 42 Abs. 1 BGG genügt. Sinngemäss ist ihr immerhin zu entnehmen, dass sie sich offenbar gegen die Verweigerung des bedingten Vollzugs richtet. Insbesondere wegen acht Verurteilungen, die das Vorstrafenregister des Beschwerdeführers für die Jahre 1998 bis 2005 aufweist und die zur Hauptsache gleichartige Delikte betreffen, hat ihm die Vorinstanz keine gute Prognose zugebilligt (angefochtener Entscheid S. 6/7 E. 3.2). Da sich die Beschwerde zu den Erwägungen der Vorinstanz zur Prognose nicht äussert, genügt sie den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht. Der Beschwerdeführer bringt denn auch zur Hauptsache vor, der Strafvollzug habe für ihn schwerwiegende Konsequenzen. Insoweit kann auf die Erwägung der Vorinstanz hingewiesen werden, wonach die Strafe nicht unbedingt in einer geschlossenen Anstalt verbüsst werden muss (angefochtener Entscheid S. 8 vor E. 4). Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2.
Ausnahmsweise kann auf eine Kostenauflage verzichtet werden.

Demnach erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt, Ausschuss, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 6. Oktober 2007
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

admissibilityreasoning requirementsconditional releasecriminal appealcourt costs