Federal complaint inadmissible for insufficient reasoning

6B_585/2009Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung10.07.2009Inadmissible

Zusammenfassung

X.________ sought federal review of the Zurich Higher Court's refusal to reopen criminal proceedings for multiple false accusation and attempted coercion. The Federal Supreme Court held that the complaint did not meet the minimum reasoning requirements because it failed to address the cantonal court's finding that no new facts had been alleged and merely repeated the request for a new handwriting expert opinion. The court therefore did not enter into the complaint. Exceptionally, no court costs were imposed.

Regest

Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG; requirements for admissibility of a federal complaint. A complaint must specifically engage with the reasoning of the challenged decision and show, in a legally substantiated manner, how federal law was violated. A mere repetition of requests already made below, without addressing the decisive considerations of the lower court, is insufficient. If the submission lacks an adequate prayer for relief or sufficient reasoning, the Federal Supreme Court may refuse to enter into the matter under the simplified procedure pursuant to Art. 108 BGG. Costs may exceptionally be waived in such a case.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_585/2009

Urteil vom 10. Juli 2009
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, 8090 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Wiederaufnahme (mehrfache falsche Anschuldigung, versuchte Nötigung),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 11. Juni 2009.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Im angefochtenen Entscheid wurde ein Wiederaufnahmegesuch abgewiesen. Nach den Ausführungen des Obergerichts hat die Beschwerdeführerin keine neuen Tatsachen geltend gemacht. Dagegen wendet sich diese mit Beschwerde ans Bundesgericht. In diesem Rechtsmittel ist darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Dieser Voraussetzung genügt die Beschwerdeeingabe der Beschwerdeführerin nicht, weil sie sich mit keinem Wort auf den angefochtenen Entscheid und die dortigen Ausführungen zu den neuen Tatsachen bezieht. Wie bereits im Verfahren vor Obergericht beantragt sie im Wesentlichen wiederum nur ein neues Schriftgutachten. Damit enthält die Beschwerde weder ein hinreichendes Rechtsbegehren noch eine genügende Begründung. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Ausnahmsweise kann vorliegend auf eine Kostenauflage verzichtet werden.

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 10. Juli 2009
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Favre Arquint Hill

Schlagwörter

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