Non-payment of advance leads to non-entry on criminal appeal

6B_576/2012Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung22.11.2012Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the appellant’s criminal complaint because he failed to pay the required advance on costs of CHF 2,000 within the extended deadline. The court therefore issued a non-entry decision under summary procedure. It also ordered the appellant to pay court costs of CHF 800.

Regest

Art. 62 and Art. 108 BGG; non-payment of the advance on costs as a ground for non-entry. Where the appellant, despite a formal order and additional grace period, fails to pay the required advance, the Federal Supreme Court does not enter into the matter in summary procedure. The non-entry consequence follows irrespective of the merits of the appeal; court costs are borne by the unsuccessful party pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_576/2012

Urteil vom 22. November 2012
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Clemens Wymann,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, Franziskanerhof, Barfüssergasse 28, 4502 Solothurn,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Erschleichen einer falschen Beurkundung, Steuerbetrug, Gehilfenschaft zu Steuerbetrug; Unschuldsvermutung,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts
des Kantons Solothurn, Strafkammer, vom 25. Juli 2012.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Dem Beschwerdeführer wurden mit Verfügungen vom 26. September und 18. Oktober 2012 eine Frist und die gesetzlich vorgeschriebene Nachfrist bis zum 1. November 2012 angesetzt, um dem Bundesgericht einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- einzuzahlen, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde. Der Kostenvorschuss wurde nicht geleistet. Folglich ist auf die Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. November 2012

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Der Gerichtsschreiber: Monn

Schlagwörter

advance on costsnon-entrycriminal appealcourt costsinadmissibility