Non-entry for insufficiently substantiated arbitrariness complaint

6B_575/2011Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung26.09.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Court did not enter into the appeal against the conviction for not wearing a seat belt. The appellant merely claimed that the evidence was insufficient, but did not properly substantiate an arbitrariness challenge to the lower court’s reliance on the testimony of two police assistants. The complaint was therefore inadmissible in summary procedure. Court costs of CHF 800 were charged to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 97 Abs. 1, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 BGG; arbitrariness review of factual findings and substantiation requirement: factual findings of the cantonal court are reviewable by the Federal Court only for manifest error or arbitrariness. A party invoking arbitrariness must raise and reason the complaint specifically; a mere assertion of insufficient evidence does not satisfy Art. 106 Abs. 2 BGG. If the pleading is limited to such unsubstantiated allegations, the Federal Court enters no matter under Art. 108 BGG. Costs are borne by the unsuccessful appellant under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_575/2011

Urteil vom 26. September 2011
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8001 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichttragen der Sicherheitsgurten; Willkür,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Strafkammer, vom 10. August 2011.
Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer wendet sich dagegen, dass er im angefochtenen Entscheid wegen Nichttragens der Sicherheitsgurten mit einer Busse von Fr. 60.-- bzw. einer Ersatzfreiheitsstrafe von einem Tag bestraft wurde. Er macht nur geltend, für seine Verurteilung gebe es keine hinreichenden Beweismittel. Die Vorinstanz stützte ihren Entscheid indessen auf die Aussagen von zwei Mitarbeitern des polizeilichen Assistenzdienstes, die unter der strengen Strafdrohung des Art. 307 StGB formell als Zeugen befragt worden waren. Diese Beweiswürdigung könnte vor Bundesgericht nur angefochten werden, wenn sie offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG bzw. willkürlich im Sinne von Art. 9 BV wäre. Die angebliche Willkür müsste in der Beschwerde präzise gerügt, und die Rüge müsste begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG). Dieser Voraussetzung genügt die Beschwerde, die sich auf eine reine Behauptung beschränkt, nicht. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 26. September 2011

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Der Gerichtsschreiber: C. Monn

Schlagwörter

arbitrarinessburden of substantiationevidence assessmentseat belt offencenon-entrycourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the complaint against the seat-belt conviction was sufficiently reasoned to permit review of arbitrariness in the evidence assessment.

Extrahierter Entscheid

No. The complaint contained only a bare assertion and did not meet the strict substantiation requirements for an arbitrariness challenge.

Extrahierte Begründung

The lower court relied on two formally examined police assistants as witnesses. Such factual findings could be attacked before the Federal Court only as manifestly incorrect or arbitrary, and the appellant had to state and reason the arbitrariness specifically. That was not done, so the court could not enter into the complaint under the summary non-entry procedure.

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