Non-entry on criminal revision complaint for insufficient reasoning

6B_565/2012Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung01.11.2012Dismissed

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the appellant's submission did not address the cantonal court's reason for refusing to entertain his revision request against a criminal order. Instead, he merely repeated that he was not the offender. Because the complaint failed to engage with the decisive reasoning, the Court did not enter into it under Art. 108 BGG. Free legal aid was refused as the complaint was hopeless, and costs of CHF 500 were imposed, considering the appellant's financial situation.

Regest

Art. 108 BGG, Art. 64 BGG; non-entry for insufficient reasoning of a federal complaint: the appellant must deal with the decisive reasoning of the cantonal decision and indicate, in a substantiated manner, why it is contrary to federal law. A mere repetition of objections against the merits, where these were not examined below, is insufficient. If the appeal is manifestly inadmissible or hopeless, free legal aid is to be refused; court costs may be reduced having regard to the party's financial circumstances (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_565/2012

Urteil vom 1. November 2012
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, 3011 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Revision (Strafmandat),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts
des Kantons Bern, Strafabteilung, 2. Strafkammer,
vom 11. August 2012.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Die Vorinstanz trat am 11. August 2012 auf ein Revisionsgesuch gegen ein Strafmandat des Untersuchungsrichteramtes III Bern-Mittelland vom 29. September 2010 nicht ein, weil der Beschwerdeführer bereits im Einspruchsverfahren gegen das Mandat hätte geltend machen können, dass er nicht Halter des in Frage stehenden Fahrzeugs sei und nicht er unweit seines Domizils geparkt habe (angefochtener Entscheid S. 3 E. 7). Vor Bundesgericht könnte nur geprüft werden, ob die Vorinstanz auf diese Vorbringen im Rahmen eines Revisionsverfahrens hätte eintreten müssen. Mit dieser Frage befasst sich der Beschwerdeführer indessen nicht. Stattdessen bestreitet er nur erneut seine Täterschaft. Mit dieser Frage, die von der Vorinstanz nicht geprüft wurde, kann sich das Bundesgericht nicht befassen. Auf die Beschwerde ist mangels hinreichender Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Strafabteilung, 2. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 1. November 2012

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Der Gerichtsschreiber: Monn

Schlagwörter

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