Non-entry for insufficient constitutional substantiation

6B_562/2009Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung17.09.2009Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

X. challenged the Schwyz cantonal court's refusal to reopen and its non-entry on his complaint about the non-opening of a criminal investigation. The Federal Supreme Court held that, since the cantonal decision was based solely on cantonal law, only constitutional grievances could be reviewed and these had to be expressly and specifically substantiated. X. merely advanced his own interpretation of the cantonal provision and did not show arbitrariness or a sufficient constitutional violation. The Court therefore did not enter into the complaint and waived court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 106 Abs. 2 BGG; Art. 108 BGG; when a cantonal decision rests exclusively on cantonal law, a federal complaint is admissible only insofar as a violation of constitutional rights is clearly alleged and specifically substantiated. Mere presentation of an alternative interpretation of cantonal law is insufficient; the appellant must demonstrate in a reasoned manner why the challenged application is arbitrary or otherwise unconstitutional. Failing such substantiation, the Federal Supreme Court does not enter into the complaint under Art. 108 BGG; costs may exceptionally be waived.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_562/2009

Urteil vom 17. September 2009
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz, 6430 Schwyz,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichteröffnung einer Strafuntersuchung,

Beschwerde gegen den Beschluss des Kantonsgerichts des Kantons Schwyz, 2. Rekurskammer, vom 15. Mai 2009.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Im angefochtenen Beschluss des Kantonsgerichts Schwyz vom 15. Mai 2009 wurden ein Wiederherstellungsgesuch abgewiesen und auf eine Beschwerde des Beschwerdeführers nicht eingetreten. Dagegen wendet sich dieser an das Bundesgericht. Beruht der angefochtene Entscheid wie vorliegend ausschliesslich auf kantonalem Recht, fällt allein die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte in Betracht. Diese Rüge - und insbesondere diejenige, die Vorinstanz habe kantonales Recht willkürlich ausgelegt und angewendet - muss in der Beschwerde ausdrücklich vorgebracht und substantiiert begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 IV 286 E. 1.4). Diesen Begründungsanforderungen genügt die vorliegende Beschwerde auch nicht ansatzweise. Der Beschwerdeführer legt einzig dar, wie § 129 Abs. 1 des Gerichtsorganisationsgesetzes des Kantons Schwyz (GO/SZ) seiner Ansicht nach richtigerweise zu interpretieren wäre. Er unterlässt es aber aufzuzeigen, dass und weshalb die vorinstanzliche Anwendung und Auslegung der fraglichen Bestimmung unhaltbar sein sollte. Ebenso wenig begründet er in einer im Sinne von Art. 106 Abs. 2 BGG genügenden Weise die geltend gemachten Verletzungen von Art. 7, 8, 13 Ziff. 2, 29 Ziff. 1, 2 und 3 sowie von Art. 30 Ziff. 1 BV. Sein Hinweis auf den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts C_6570/2007 geht an der Sache vorbei. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Ausnahmsweise kann auf eine Kostenauflage verzichtet werden.
Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht des Kantons Schwyz, 2. Rekurskammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. September 2009

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Favre Arquint Hill

Schlagwörter

non-entryconstitutional substantiationarbitrarinesscantonal lawcriminal procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal complaint was sufficiently reasoned to challenge the cantonal court's application of cantonal law and alleged constitutional violations.

Extrahierter Entscheid

The complaint did not meet the strict substantiation requirements for constitutional grievances and therefore could not be examined.

Extrahierte Begründung

Because the challenged decision rested exclusively on cantonal law, only constitutional claims were admissible. The appellant merely proposed his own interpretation of § 129 GO/SZ but failed to show why the lower court's interpretation was untenable. The asserted violations of federal constitutional provisions were likewise not substantiated in the required manner.

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