Criminal appeal inadmissible for insufficient reasoning

6B_527/2007Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung30.09.2007Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

X. filed a criminal appeal against the Schaffhausen High Court judgment convicting him of neglecting maintenance obligations and imposing a suspended fine, probation extension, and costs. The Federal Supreme Court held that the appeal did not meet the reasoning requirements: the challenged points were not sufficiently argued, and any implicit challenge to the conviction failed because no showing was made that the factual findings were manifestly wrong. The Court therefore did not enter into the appeal. It also denied legal aid as the appeal was hopeless and imposed a reduced court fee of CHF 500 on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 2 and Art. 97 Abs. 1 BGG; admissibility of a criminal appeal: the appellant must specifically and substantively attack the dispositive reasons challenged and, where factual findings are contested, demonstrate manifest error. A merely appellatory submission does not suffice. If the pleading fails these requirements, the Federal Supreme Court may decline to enter under Art. 108 BGG. Legal aid under Art. 64 BGG is excluded where the appeal lacks prospects of success; costs may be reduced according to the parties' financial circumstances under Art. 65 Abs. 2 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_527/2007 /rom

Urteil vom 30. September 2007
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen, Herrenacker 26, 8200 Schaffhausen.

Gegenstand
Vernachlässigung von Unterhaltspflichten (Art. 217 StGB),

Beschwerde in Strafsachen gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Schaffhausen vom 17. August 2007.

Der Präsident zieht in Erwägung:
1.
Der Beschwerdeführer wurde im angefochtenen Entscheid wegen Vernachlässigung von Unterhaltspflichten schuldig gesprochen (Ziff. 1) und zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je Fr. 20.--, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von drei Jahren, verurteilt (Ziff. 2 und 3). In Bezug auf den bedingten Strafvollzug für eine früher ausgesprochene Strafe wurde die Probezeit um ein Jahr auf drei Jahre verlängert (Ziff. 4). Die Kosten wurden dem Beschwerdeführer auferlegt (Ziff. 5). Die Beschwerde richtet sich ausdrücklich nur gegen die Ziff. 2, 3, 4 und 5. Mit der ausgefällten Strafe, der Verlängerung der Probezeit und der Kostenauflage befasst sich die Beschwerde jedoch nicht, weshalb sie den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht genügt. Dem Beschwerdeführer ist nicht geholfen, wenn davon ausgegangen wird, dass sich die Beschwerde jedenfalls sinngemäss auch gegen den Schuldspruch von Ziff. 1 des angefochtenen Entscheids richtet. Die Vorinstanz nimmt an, es seien ihm mit etwas gutem Willen kurzfristig Einschränkungen zumutbar gewesen, um wenigstens einen minimalen Beitrag an die Unterhaltsbeträge zu leisten (angefochtener Entscheid S. 6 lit. b). Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwieweit diese tatsächliche Annahme der Vorinstanz offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG sein könnte. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist durch eine herabgesetzte Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
4.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen und dem Obergericht des Kantons Schaffhausen schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 30. September 2007
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

inadmissibilityreasoning requirementcriminal appeallegal aidcourt costsmaintenance obligationsprobationsuspended fine

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the criminal appeal met the reasoning requirements for review of the sentence, probation extension, costs, and conviction

Extrahierter Entscheid

The appeal did not satisfy the statutory reasoning requirements because it did not meaningfully address the challenged provisions or show that the factual findings were manifestly incorrect.

Extrahierte Begründung

The appellant attacked only the penalty, probation extension, and costs, but provided no substantiated argument under Art. 42(2) BGG; even construing the filing as also directed against the conviction, he failed to explain why the appellate court's factual assessment would be manifestly incorrect under Art. 97(1) BGG.

Kernrechtsfrage

Whether the request for legal aid should be granted

Extrahierter Entscheid

The request for legal aid was denied because the appeal was devoid of prospects of success.

Extrahierte Begründung

Under Art. 64 BGG, legal aid is unavailable when the claims are hopeless; that was the case here.

Kernrechtsfrage

Who bears the court costs

Extrahierter Entscheid

The appellant must bear the reduced court fee.

Extrahierte Begründung

Costs were allocated against the unsuccessful appellant under Art. 66(1) BGG, with reduction reflecting his financial situation under Art. 65(2) BGG.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.