Non-entry due to insufficiently reasoned appeal for legal aid

6B_512/2009Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung25.06.2009Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

X.________ challenged four Uri cantonal decisions refusing legal aid in criminal-recusal matters. The Federal Supreme Court held that his filing did not address the decisive standing issue, relied on matters outside the case, and inadequately substantiated the recusal complaint. The appeal therefore did not meet the requirements for a reasoned submission and the Court did not enter into the case. Legal aid was refused because the appeal was manifestly without prospects of success. Court costs of CHF 1,000 were imposed on X.________.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; requirements for a sufficiently reasoned appeal and non-entry; an appeal must specifically engage with the decisive legal reasoning of the contested decision and, where fundamental rights or objections of bias are raised, must be substantiated in a precise and comprehensible manner. General assertions, references to extraneous facts, or unsubstantiated allegations of proximity or bias do not satisfy the pleading burden. Where the appeal is manifestly devoid of merit, legal aid under Art. 64 BGG is to be refused; the costs are borne by the appellant under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_512/2009

Urteil vom 25. Juni 2009
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Landgerichtspräsidium Uri, 6460 Altdorf UR,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Unentgeltliche Rechtspflege,

Beschwerde gegen die Entscheide des Obergerichts
des Kantons Uri, Zivilrechtliche Abteilung, vom 25. März 2009.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Die Beschwerde richtet sich gegen vier Entscheide des Obergerichts des Kantons Uri vom 25. März 2009, mit welchen vier Rekurse des Beschwerdeführers abgewiesen wurden, weil im Falle fehlender Legitimation ein strafrechtlicher Rekurs gegen eine Verfügung des Verhöramtes aussichtslos sei und die erste kantonale Instanz deshalb ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege habe abweisen dürfen (OG Z 08 18, 08 19, 08 20, 08 21). Mit der Frage seiner Legitimation befasst sich der Beschwerdeführer in der Begründung seiner Eingabe vor Bundesgericht nicht (Beschwerde S. 9 - 12). Diese genügt folglich den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 bzw. Art. 106 Abs. 2 BGG nicht. Eine angeblich "wahrheitswidrige" Behauptung betreffend seine Opferstellung betrifft eine Verfügung vom Februar 2006 (Beschwerde S. 10 unten/11 oben), die von vornherein nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sein kann. Und schliesslich ist auch die Rüge, der Obergerichtspräsident hätte in den Ausstand treten müssen (Beschwerde S. 11 Mitte), nicht in einer nachvollziehbaren Weise begründet. Der Hinweis auf dessen "Nähe" zu gewissen Personen genügt nicht. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen.

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Uri, Zivilrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 25. Juni 2009

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre Monn

Schlagwörter

legal aidinadmissibilityreasoned appealstandingrecusalcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the Federal Supreme Court's reasoning requirements

Extrahierter Entscheid

No. The appellant did not address the key question of standing and failed to substantiate the recusal complaint.

Extrahierte Begründung

The submission did not engage with the standing issue, relied on matters outside the scope of the case, and did not plausibly support the claim of bias; it therefore failed to satisfy Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant was entitled to free legal aid before the Federal Court

Extrahierter Entscheid

No. The request was refused because the appeal had no prospects of success.

Extrahierte Begründung

Since the appeal was inadmissible and therefore manifestly unsuccessful, the conditions for legal aid were not met under Art. 64 BGG.

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