Non-entry due to insufficiently reasoned criminal appeal

6B_51/2011Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung25.01.2011Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant challenged a prison-commencement order from the Canton of Zurich. The Federal Supreme Court held that the 73-page complaint did not comply with the minimal reasoning requirements and failed to demonstrate any violation of federal law. It therefore declined to enter into the appeal under Art. 108 BGG. The request for suspensive effect became moot. Legal aid was refused because the appeal was hopeless, and court costs of CHF 800 were imposed on the appellant despite the request for a reduction.

Omnilex-Regeste

Art. 108 BGG; minimal reasoning requirements for appeals to the Federal Supreme Court; a complaint must address the contested reasoning and indicate in a legally cognizable manner how the decision violates federal law under Art. 95 BGG. Verbose, querulous submissions that do not engage with the challenged decision justify non-entry. A request for suspensive effect becomes moot when the appeal is not entered into. Legal aid under Art. 64 BGG is excluded where the appeal lacks prospects of success; court costs are governed by Art. 66 Abs. 1 BGG, with fee reduction under Art. 65 Abs. 2 BGG unavailable in cases of abusive litigation.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_51/2011

Urteil vom 25. Januar 2011
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Amtsleitung, Feldstrasse 42, 8090 Zürich,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Strafantritt,

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 3. Abteilung, Einzelrichter, vom 11. Januar 2011.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Im angefochtenen Entscheid wurde eine kantonale Beschwerde gegen einen Strafantrittsbefehl abgewiesen, soweit darauf einzutreten war. Soweit sich der Beschwerdeführer nicht mit dem angefochtenen Entscheid befasst, ist darauf nicht einzutreten. Im Übrigen genügt die 73 Seiten umfassende Beschwerdeschrift, die nur als querulatorisch bezeichnet werden kann, den minimalen Begründungsanforderungen nicht. So lässt sich zum Beispiel in Bezug auf die Frage der Verjährung mit dem Vorbringen, "gestützt auf die hängigen Verfahren der kriminellen Rechtsbeugungen in allen Verfahren steht fest, dass die Verfügung vom 29.3.2010 verfrüht mit allfälligen Verlustscheinen inszeniert wurden, worauf 5 Jahre Gefängnis gestützt auf die vorerwähnten Strafrechtstatbestände stehen" (Beschwerde S. 17), nicht darlegen, dass der angefochtene Entscheid gegen das schweizerische Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen könnte. Inwieweit der Beschwerdeführer wegen "schwerstwiegender Folterungen" (Beschwerde S. 62) hafterstehungsunfähig sein könnte, ist ebenfalls nicht ersichtlich. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten. Mit dem Entscheid in der Sache ist das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos geworden.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Wegen der mutwilligen Prozessführung kommt eine Herabsetzung der Gerichtsgebühr nicht in Betracht (Art. 65 Abs. 2 BGG).
Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 3. Abteilung, Einzelrichter, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 25. Januar 2011

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Schneider C. Monn

Schlagwörter

non-entryappeal reasoninglegal aidcourt costssuspensive effectprison commencementabusive litigation

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the criminal complaint against the prison-commencement order was admissible and sufficiently reasoned.

Extrahierter Entscheid

The complaint did not meet the minimal reasoning requirements and was therefore not entered into under the simplified procedure.

Extrahierte Begründung

The filing failed to engage with the challenged judgment and did not show any violation of federal law under Art. 95 BGG; parts of it were deemed querulous.

Kernrechtsfrage

Whether the request for suspensive effect should be granted.

Extrahierter Entscheid

The request became moot once the complaint was not entered into.

Extrahierte Begründung

Because the case was disposed of by non-entry, there was no remaining substantive appeal to stay.

Kernrechtsfrage

Whether legal aid should be granted.

Extrahierter Entscheid

Legal aid was denied because the appeal lacked prospects of success.

Extrahierte Begründung

Under Art. 64 BGG, hopeless claims do not justify free legal assistance.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs.

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant and not reduced despite the request for mitigation.

Extrahierte Begründung

Costs follow the unsuccessful and mutinous litigation conduct; no reduction was warranted.

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