Non-entry on complaint against prison reporting date

6B_502/2007Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung18.09.2007Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the appellant's criminal complaint against the cantonal prison reporting order. It held that, because the underlying decision was based on cantonal execution law, only constitutional violations or arbitrariness could be reviewed, and the appellant's submissions amounted only to inadmissible appellatory criticism. The request for suspensive effect became moot. The Court denied free legal aid because the complaint had no prospects of success and imposed a reduced court fee of CHF 500 on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG; requirements for complaints alleging constitutional violations against cantonal execution decisions. Where the challenged measure rests on cantonal law, the Federal Supreme Court examines only duly substantiated claims of fundamental-rights violations or arbitrariness. The appellant must identify the specific constitutional guarantee and explain, with reference to the impugned reasoning, why it was infringed; mere appellatory criticism is insufficient. If this substantiation threshold is not met, the complaint is not entered into under Art. 108 BGG. Hopeless proceedings also exclude legal aid under Art. 64 BGG; costs may be reduced in light of the party's financial circumstances under Art. 65 Abs. 2 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_502/2007 /rom

Urteil vom 18. September 2007
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Strafvollzugsdienst, Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Strafantritt,

Beschwerde in Strafsachen gegen die Verfügung der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich vom 5. Juli 2007.

Der Präsident zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerde richtet sich dagegen, dass der Beschwerdeführer durch das Amt für Justizvollzug mit Verfügung vom 11. April 2007 auf den 6. August 2007 zum Antritt mehrerer Strafen aufgefordert und ein dagegen gerichteter Rekurs durch die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich mit Verfügung vom 5. Juli 2007 abgewiesen wurden. Der angefochtene Entscheid stützt sich auf das kantonale Justizvollzugsrecht, und der Beschwerdeführer könnte deshalb vor Bundesgericht nur geltend machen, seine Grundrechte seien verletzt worden bzw. der angefochtene Entscheid beruhe auf Willkür. Insoweit sind an eine Beschwerde indessen erhöhte Begründungsanforderungen zu stellen (Art. 106 Abs. 2 BGG). Der Beschwerdeführer beruft sich zwar auf das rechtliche Gehör, welches ihm verweigert worden sein soll, aber er legt nicht dar, inwieweit die Vorinstanz in E. 2b weitere Einwendungen von ihm hätte berücksichtigen müssen. Seine Ausführungen erschöpfen sich in unzulässiger appellatorischer Kritik. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten. Mit dem Entscheid in der Sache ist das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos geworden.
2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Situation des Beschwerdeführers ist durch eine reduzierte Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
4.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Strafvollzugsdienst, und der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 18. September 2007
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

non-entrylegal aidsubstantiationfundamental rightsarbitrarinesscourt costsprison execution

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the complaint met the Federal Supreme Court's substantiation requirements for alleging a violation of fundamental rights or arbitrariness.

Extrahierter Entscheid

The complaint was insufficiently reasoned and relied only on inadmissible appellatory criticism; the Court would not examine it.

Extrahierte Begründung

Because the challenged decision was based on cantonal execution law, only constitutional rights or arbitrariness could be invoked. Under Art. 106(2) BGG, such claims require specific reasoning, which was missing.

Kernrechtsfrage

Whether legal aid should be granted.

Extrahierter Entscheid

Legal aid was denied because the complaint had no prospects of success.

Extrahierte Begründung

Under Art. 64 BGG, unmeritorious or hopeless requests do not justify free legal aid.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs.

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant, reduced to reflect his financial situation.

Extrahierte Begründung

Costs followed the outcome under Art. 66(1) BGG, with a reduced fee under Art. 65(2) BGG.

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