No standing to challenge refusal to open criminal investigation

6B_5/2007Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung19.02.2007Dismissed

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the complainant lacked standing to seek prosecution after the cantonal appellate court refused to open a criminal investigation for racial discrimination, abuse of office, and false accusation. Since the criminal claim belongs to the state and no sufficient victim status was shown, the complaint was manifestly inadmissible under Art. 108 BGG. The complainant was ordered to pay court costs of CHF 500.

Regest

Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG; standing to challenge a refusal to open criminal proceedings. The private complainant is, as a rule, not entitled to seek punishment of another person, because the penal claim belongs to the state. A legally protected interest under Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG is therefore absent unless the complainant can invoke a specific right affected by the decision; mere interest in prosecution does not suffice. Victim status requires a sufficiently substantiated serious impairment, in particular the health-related injury relied upon under Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG. If such standing is lacking, the complaint is manifestly inadmissible and may be disposed of under Art. 108 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_5/2007 /bri

Urteil vom 19. Februar 2007
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich,
Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, Postfach, 8023 Zürich.

Gegenstand
Nichteröffnung einer Strafuntersuchung,

Beschwerde in Strafsachen [BGG] gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 5. Februar 2007.

Der Präsident der Strafrechtlichen Abteilung zieht in Erwägung:
1.
In Abweisung eines Rekurses, soweit darauf einzutreten war, eröffnete die II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich keine Strafuntersuchung gegen den Rekursgegner wegen Rassendiskriminierung, Amtsmissbrauchs und falscher Anschuldigung. Der Beschwerdeführer beantragt vor Bundesgericht, es sei eine Strafuntersuchung einzuleiten. Da der Strafanspruch jedoch grundsätzlich allein dem Staat zusteht, und der Geschädigte deshalb kein rechtlich geschütztes Interesse im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG an einer Verurteilung des Rekursgegners hat, und da nicht ersichtlich ist, dass und inwieweit er "gesundheitlich sehr schwer geschädigt" und damit Opfer im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG sein könnte, ist die Beschwerde offensichtlich unzulässig im Sinne von Art. 108 BGG und deshalb darauf nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdeführer auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident der Strafrechtlichen Abteilung im Verfahren nach Art. 108 BGG:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 19. Februar 2007
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident : Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

standingcriminal complaintvictim statusinadmissibilitycosts