No entry on insufficiently reasoned criminal complaint

6B_467/2013Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung31.05.2013Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the complainant's challenge to the Zurich cantonal ruling on compensation and satisfaction after a discontinued criminal investigation. The submission contained no concrete request and no sufficient reasoning addressing the cantonal court's non-entry decision. The complaint therefore failed the requirements of Art. 42 BGG and was inadmissible under Art. 108 BGG. Court costs of CHF 800 were imposed on the complainant.

Regest

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 108 BGG; Art. 66 Abs. 1 BGG: An appeal to the Federal Supreme Court is inadmissible if it contains neither a substantive request nor reasons that engage with the contested decision and show, in a concise manner, in what respect federal law is allegedly violated. A merely factual recapitulation from the appellant's own perspective does not satisfy the duty of reasoning. Where the complaint is not entered into, the court costs are charged to the complainant.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_467/2013

Urteil vom 31. Mai 2013
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,
Postfach, 8026 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Kosten- und Entschädigungsfolgen,

Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 16. April 2013.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Das Bezirksgericht Zürich sprach der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 14. November 2012 hinsichtlich der am 20. Januar 2010 eingestellten Strafuntersuchung weder eine Entschädigung noch eine Genugtuung zu. Auf die dagegen ergriffene Beschwerde der Beschwerdeführerin trat das Obergericht des Kantons Zürich am 16. April 2013 nicht ein. In ihrer Eingabe an das Bundesgericht stellt die Beschwerdeführerin keinen Antrag zur Sache und setzt sich in ihrer Begründung auch nicht mit dem angefochtenen Entscheid auseinander, sondern schildert die Angelegenheit einfach erneut aus eigener Sicht. Dass und inwiefern die Vorinstanz mit ihrem Nichteintretensentscheid Recht im Sinne von Art. 95 StGB verletzt haben könnte, ergibt sich aus ihren Ausführungen nicht. Damit genügt die Beschwerde den Anforderungen von Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG nicht. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten

2.
Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 31. Mai 2013

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill

Schlagwörter

inadmissibilityreasoning requirementcourt costsnon-entrycriminal procedurecompensationsatisfaction