Federal appeal inadmissible against prison summons

6B_448/2008Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung04.07.2008Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

X.________ challenged a summons to serve 19 days' detention arising from two fine-conversion decisions. The Zurich Directorate had already rejected her cantonal appeal. Before the Federal Supreme Court she again attacked the substantive correctness of the underlying penalty decisions, without engaging with the cantonal reasoning. The President of the Criminal Division held that the complaint could not be heard under Art. 108 BGG. He denied free legal aid because the appeal was hopeless and ordered reduced court costs of CHF 500 against the complainant.

Omnilex-Regeste

Art. 108 BGG; admissibility of a federal complaint that does not address the decisive cantonal reasoning. A complaint is inadmissible where the appellant merely repeats objections to the merits of earlier penalty or conversion decisions without confronting the grounds of the challenged decision. In summary proceedings, the President may refuse entry if the submission manifestly fails to meet the requirements of reasoned challenge. Free legal aid under Art. 64 BGG is excluded where the legal remedies are hopeless; costs may be moderated under Art. 65 Abs. 2 BGG in light of the party’s financial circumstances, while still being imposed under Art. 66 Abs. 1 BGG on the losing party.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_448/2008/sst

Urteil vom 4. Juli 2008
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Amtsleitung, Feldstrasse 42, 8090 Zurich,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Vorladung in den Strafvollzug,

Beschwerde gegen die Verfügung der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich vom 7. Mai 2008.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Die Beschwerdeführerin wurde mit Verfügung des Amts für Justizvollzug des Kantons Zürich, Vollzugszentrum Urdorf, vom 18. Februar 2008 gestützt auf zwei Bussenumwandlungsentscheide des Statthalteramts des Bezirks Bülach vom 18. Juli 2006 und 4. September 2007 zum Vollzug von insgesamt 19 Tagen Haft auf den 15. April 2008 vorgeladen. Die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich wies einen dagegen gerichteten Rekurs mit Verfügung vom 7. Mai 2008 ab, soweit darauf eingetreten wurde. Zum einen könnten die Vorbringen, mit denen sich die Rekurrentin gegen die materielle Richtigkeit der Straf- und Bussenumwandlungsverfügungen wende, heute nicht mehr gehört werden, und zum anderen sei darauf hinzuweisen, dass die Rekurrentin das Angebot, die Strafe durch gemeinnützige Arbeit verbüssen zu lassen, nicht wahrgenommen habe. Ohne sich mit diesen Erwägungen der Vorinstanz auch nur im Ansatz auseinanderzusetzen, verlangt die Beschwerdeführerin im Verfahren vor Bundesgericht erneut eine Überprüfung der materiellen Richtigkeit der Strafentscheide. Darauf kann im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht eingetreten werden.

2.
Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage der Beschwerdeführerin ist bei der Bemessung der Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 4. Juli 2008
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Schneider Arquint Hill

Schlagwörter

inadmissibilitysummary proceedingslegal aidcourt costsprison executionfine conversion

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal complaint challenging the substantive correctness of the underlying penalty and fine-conversion decisions was admissible.

Extrahierter Entscheid

The complaint was not admissible because the appellant did not engage with the cantonal reasoning and sought review of matters that could no longer be heard.

Extrahierte Begründung

The submissions did not address the decisive cantonal grounds; under Art. 108 BGG the president could not enter into the merits.

Kernrechtsfrage

Whether free legal aid should be granted.

Extrahierter Entscheid

Free legal aid was refused because the appeal had no prospects of success.

Extrahierte Begründung

As the complaint was inadmissible and thus hopeless, the statutory condition of non-frivolousness was lacking.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs.

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the complainant, reduced in view of her financial situation.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome, and the fee was moderated because of the appellant's financial circumstances.

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