Non-entry for failure to pay advance on criminal complaint

6B_416/2011Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung07.09.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the criminal complaint because the appellant failed to pay the required advance costs even after an extension of time and warning. His unsupported assertion that he could not pay was insufficient. Court costs of CHF 800 were imposed on him.

Omnilex-Regeste

Art. 62 and Art. 108 BGG; non-payment of the required advance on costs within the extended time limit leads to non-entry; a bare assertion of inability to pay, without substantiation or proof, does not preclude non-entry. Under Art. 66 Abs. 1 BGG, the costs are borne by the unsuccessful party, including in non-entry proceedings.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_416/2011

Urteil vom 7. September 2011
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz, Postfach 1201, 6431 Schwyz,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Verletzung der Verkehrsregeln etc.; Rückzug der Berufung,

Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts des Kantons Schwyz, Kantonsgerichtspräsident, vom 18. Mai 2011.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 14. Juni 2011 aufgefordert, dem Bundesgericht spätestens am 5. Juli 2011 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- einzuzahlen. Obwohl er die Verfügung erhalten hat, reagierte er innert Frist nicht. Mit Verfügung vom 13. Juli 2011 wurde ihm die gesetzlich vorgeschriebene Nachfrist zur Zahlungen des Kostenvorschusses bis zum 24. August 2011 angesetzt, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde. Am 14. Juli 2011 ging beim Bundesgericht eine Eingabe ein, in welcher der Beschwerdeführer mitteilte, er könne den Vorschuss momentan nicht bezahlen. Das Bundesgericht machte ihn noch am selben Tag darauf aufmerksam, dass er seine Behauptung nicht näher begründet und auch nicht mit Beweisen belegt habe, weshalb am Kostenvorschuss festgehalten werde. In der Folge reagierte der Beschwerdeführer nicht mehr. Da der Vorschuss innert der Nachfrist nicht einging, ist auf die Beschwerde androhungsgemäss im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht des Kantons Schwyz, Kantonsgerichtspräsident, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 7. September 2011

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Der Gerichtsschreiber: C. Monn

Schlagwörter

non-entryadvance on costscriminal complaintdeadlinecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the complaint must be entered into after failure to pay the court cost advance within the set deadline

Extrahierter Entscheid

The complaint is not entered into because the required advance was not paid within the extended deadline despite warning.

Extrahierte Begründung

The appellant received the order, did not react in time, invoked inability to pay without substantiation or evidence, and then remained silent; therefore non-entry under Art. 108 BGG was warranted.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs

Extrahierter Entscheid

The court costs are imposed on the appellant.

Extrahierte Begründung

As the complaint is not entered into, the costs follow the outcome and are borne by the appellant.

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