Non-entry on criminal appeal for lack of standing

6B_414/2007Bundesgericht / Strafrechtliche Abteilung06.09.2007Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into either the subsidiary constitutional complaint or the criminal appeal. It held that no separate subsidiary constitutional complaint was available in criminal matters and that the appellant, as an informant/injured party, lacked standing to challenge the refusal to open investigations against officials. The court also found the constitutional allegations insufficiently reasoned. The request for interim measures became moot. Court costs of CHF 800 were imposed on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 81 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG; admissibility of criminal appeals and subsidiary constitutional complaints in criminal matters. In criminal matters, cantonal decisions are to be challenged by way of the ordinary criminal appeal, so that the subsidiary constitutional complaint is excluded. An informant or injured party lacks standing to appeal against a refusal to open criminal proceedings against third persons unless the statutory requirements for standing are met. Constitutional grievances must be specifically reasoned under Art. 106 Abs. 2 BGG; otherwise the Court does not enter into the appeal. Costs are borne by the unsuccessful appellant pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
6B_414/2007 /rom

Urteil vom 6. September 2007
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Eröffnung einer Untersuchung gegen Behördenmitglieder und Beamte,

Subsidiäre Verfassungsbeschwerde und Beschwerde in Strafsachen gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 6. Juli 2007 (NS070025/U).

Der Präsident zieht in Erwägung:
1.
Eine Feststellung, dass das Bundesgericht die Grundrechte des Beschwerdeführers verletzt und "den menschenrechtskonformen Zustand wieder herzustellen" habe (Anträge 8 und 10), ist im vorliegenden Verfahren nicht möglich. Darauf ist nicht einzutreten.
2.
Im Strafrecht können alle kantonalen Entscheide unter denselben Legitimationsvoraussetzungen mit dem ordentlichen Rechtsmittel der Beschwerde in Strafsachen angefochten werden. Es besteht deshalb für die subsidiäre Verfassungsbeschwerde kein Raum (Urteil 6B_38/2007 vom 23. August 2007, E. 3). Auf diese ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
3.
Die Beschwerde richtet sich dagegen, dass gegen drei Personen sowie gegen Unbekannt keine Strafuntersuchung wegen Amtsmissbrauchs eröffnet und auf das Begehren, gegen drei weitere Personen eine Strafuntersuchung wegen Amtsmissbrauchs etc. zu eröffnen, nicht eingetreten wurde. Gemäss Art. 81 Abs. 1 BGG (der Art. 115 BGG entspricht) sowie der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 6B_12/2007 vom 5. Juli 2007) ist der Anzeigeerstatter oder Geschädigte zur Beschwerde nicht legitimiert. Soweit der Beschwerdeführer Verletzungen seiner Grundrechte rügt (z.B. Beschwerde S. 6 Ziff. 3.2.), genügt die Eingabe überdies den Begründungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG nicht. Auf die Beschwerde in Strafsachen ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

Mit dem Entscheid in der Sache ist das Gesuch um Erlass vorsorglicher Verfügungen gegenstandslos geworden.
4.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:
1.
Auf die subsidiäre Verfassungsbeschwerde und auf die Beschwerde in Strafsachen wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 6. September 2007
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

admissibilitystandingcriminal appealconstitutional complaintnon-entrycosts

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the subsidiary constitutional complaint was admissible alongside the criminal appeal.

Extrahierter Entscheid

No separate room existed for the subsidiary constitutional complaint because the criminal appeal was the ordinary remedy for cantonal criminal decisions.

Extrahierte Begründung

The court held that all cantonal criminal decisions may be challenged under the same standing requirements through the criminal appeal; therefore the subsidiary constitutional complaint was excluded.

Kernrechtsfrage

Whether the criminal appeal was admissible and whether the appellant had standing to challenge the refusal to open criminal investigations.

Extrahierter Entscheid

The appellant lacked standing as a mere complainant/injured party, and the submissions on fundamental-rights violations did not meet the federal reasoning requirements.

Extrahierte Begründung

Under the applicable standing rules and case law, an informant or injured party is not entitled to appeal in this context; in addition, the constitutional allegations were insufficiently reasoned.

Kernrechtsfrage

Court costs

Extrahierter Entscheid

The court costs were imposed on the appellant.

Extrahierte Begründung

As the appeal was unsuccessful, costs followed the outcome.

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